Über mich

Als Medizinstudentin kurz vor dem Abschluss strebe ich an, Psychiaterin zu werden. Dabei fasziniert mich besonders die Tatsache, dass viele Menschen scheinbar unfähig dazu sind ihre Ernährung umzustellen, so dass ihre Zivilisationskrankheiten von selbst wieder zurückgehen. Typ-2-Diabetes, Übergewicht, hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck und viele weitere Krankheiten müssen nicht sein.

Bei meiner Recherche über Sättigungsmechanismen, Geschmack, positive und negative Rückkopplung stieß ich dann darauf, dass bei Essen hochkalorischer Nahrung, die selben Strukturen im Hirn aktiviert werden, wie bei Süchten. Der förmliche Abhängigkeit von bestimmten Nahrungsmitteln – und nicht etwa WILLENSSCHWÄCHE – macht es den Menschen so schwer ihre Ernährung umzustellen.

Ich entwickelte also eine Methode, mit der man sich aus seiner Esssucht befreien kann, in nur 4 Tagen gelüstefrei wird und trotz satt essen auch noch ordentlich Gewicht verliert. Diese Methode ist meine Raus aus der Lustfalle-Challenge.
Die Challenge gibt es bereits seit 5 Jahren und hat hunderten Menschen geholfen ihr Belohnungssystem zu verstehen und ihm zu widerstehen. im Januar 2021 erscheint mein Buch zum Thema “Raus aus der Ess-Lustfalle” (Arbeitstitel) im Humboldt Verlag.

Bereits mit 13 Jahren hörte ich auf, Fleisch zu essen. Aufgrund meines Interesses an der veganen Lebensweise stieß ich auf die Rohkosternährung. Diese probierte ich einige Jahre aus, um schließlich festzustellen, dass ich damit in einer Sackgasse gelandet war – ich hatte mich von widersprüchlichen Aussagen selbsternannter Experten in die Irre führen lassen.

Kurz nachdem ich die 100%ige Rohkost aufgegeben hatte, holte ich mein Abitur mit einem Schnitt von 1,2 am Abendgymnasium nach und fing gleich danach an, Medizin zu studieren. Ungefähr zeitgleich stieß ich auf die Arbeiten diverser amerikanischer Ärzte wie Dr. Neal Barnard, Dr. Cardwell Esselstyn, Dr. John McDougall, Dr. Joel Fuhrman, Dr. Dean Ornish etc., die Zivilisationskrankheiten wie Typ-II-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und viele mehr mit einer schlichten Umstellung auf eine fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung heilen.

Daraufhin schrieb ich mein vorklinisches wissenschaftliches Projekt über die Heilung von Typ-II-Diabetes mit der richtigen Ernährung, nur um in der Klinik dann festzustellen, dass die Menschen immense Probleme haben, ihre herkömmliche Ernährung einzustellen. Ich sah im Krankenhaus einen 220 kg-Mann echte Tränen weinen, weil ihm gesagt wurde, er solle 3 Tage lang Gemüse und Reis essen, um seine Insulinresistenz zu verbessern. Da fiel mir erstmals auf, dass Essen eine Sucht ist und somit völlig anders behandelt werden muss.

Ich fing an zu recherchieren und die Literatur zum Thema Esssucht überwältigte mich. Besonders seit 2009 kommt in der Literatur immer häufiger das Wort Esssucht vor. Mittels eines MRT kann man in die Gehirne von Süchtigen schauen und dabei erkennen, dass Esssucht genau so gelagert ist, wie jede andere Sucht auch. An Experimenten mit Ratten wurde gezeigt, dass Zucker für diese einen größeren Reiz ausübt als Heroin – und wir geben diese Substanz unseren Kindern!

Dabei scheint es Menschen zu geben, die unterschiedlich stark auf Zucker reagieren. Manche sind nur zuckersensibel (so wie ich) und andere, Binge Eater oder Adipöse, sind regelrecht süchtig. Leider ist weder Zuckersensibilität noch Adipositas bisher als Suchtkrankheit anerkannt. Hauptsächlich deshalb, weil man Übergewichtige nicht mit dem Stigmata der psychischen Erkrankung belasten will. Dennoch sind die Zusammenhänge bekannt.

Meine Lebensaufgabe ist es daher Menschen mit sowohl ernährungsphysiologischen als auch psychotherapeutischen Methoden zu helfen so zu leben, dass sie garnicht er krank werden (sei es körperlich oder psychisch) als auch, dass sie möglichst ohne Nebenwirkungen gesunden.

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