Mediterran vs. vegan – Was ist besser?

Lange Zeit wurde nun in Ärztekreisen eine mediterrane Ernährung als die beste Ernährung für alle Zivilisationskrankheiten und auch zur Gesunderhaltung propagiert. Und während eine richtig durchgeführte mediterrane Ernährung sicherlich nicht die schlechteste Ernährung ist die man sich vorstellen kann (paleo, lowcarb und keto sind in jedem Fall schlechter) muss man sich natürlich dennoch fragen, ob es wirklich die beste Ernährungsweise für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, hohen Cholesterinspiegel und Bluthochdruck sowie viele weitere Lebensstilerkrankungen ist. Die Frage zum Beispiel, ob eine fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung, wie sie die plant-based Doctors lehren besser sein könnte, stand bisher aus, denn es gab keine Studie dazu. Nun endlich gibt es eine! - Dr. Neal Barnard und sein Physicians Commitee for responsible Medicine haben eine mediterrane Ernährung mit einer fettarmen, pflanzlichen Ernährung verglichen und kommen zu teilweise erstaunlichen Resultaten!


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Transkript:
Hi und herzlichen willkommen!Heute endlich zum Thema „Was ist besser - vegan oder mediterran?“. Denn endlich hat jemand dazueine Studie gemacht. Nämlich Dr. Barnard, wer sonst, der eine fettarme, vollwertige, pflanzlicheErnährung mit einer mediterranen Ernährung verglichen hat, in Bezug auf die üblichenZivilisationskrankheiten. Das heißt Bluthochdruck, heißt Herz-Kreislauf-Parameter, heißt Diabetes. Und der Grund für das Ganze, warum wir dringend diese Studie brauchen, ist schlussendlichFolgendes: In medizinischen Fakultäten wird die mediterrane Ernährung als die optimalste Ernährung fürHomosapiens, mehr oder weniger, in Bezug auf die meisten Krankheiten, verkauft. Es stimmt nicht,dass man in medizinischen Fakultäten nichts über Ernährung lernt. Das steht in Büchern, welcheLaien geschrieben haben. Man lernt was über Ernährung, aber man lernt halt, dass eine mediterraneErnährung die empfehlenswerteste Ernährung ist, bei den meisten Zivilisationskrankheiten und dassman seine Patienten anhalten sollte, diese Ernährung zu machen. Das ist die eine Sache, die andereSache ist dann natürlich zu wissen, wie geht mediterrane Ernährung überhaupt? Denn ich hab ja diese Anekdote schon öfter erzählt, als meine Hausärztin, als ich das Praktikum gemacht hab, einemPatienten mit Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel, mal gesagt hat, er möge sich mediterran ernähren und der dann gefragt hat, wie geht denn das? Da hat sie halt gesagt, mit Olivenöl, Rotwein und Weißbrot. Und das ist keine mediterrane Ernährung. Also, da geht ́s dann halt weiter schief. Und vor fünf Jahren jetzt, kam die PREDIMED-Studie raus. Die ist, ich glaube, in Spanien gemacht worden. Mit ein paar tausend Leuten, wo man halt eine mediterrane Ernährung in drei unterschiedlichen Varianten, mit viel Öl, mit vielen Nüssen und mit viel irgendwas anderem, habe ich vergessen, verglichen hat, mit einer fettarmen Ernährung, und da dann festgestellt hatte: die Leute,die sich mediterran ernähren, haben mehr Gewicht abgenommen als die, die sich fettarm ernährthaben. Also, im Rahmen der mediterranen Ernährung, haben die Probanden 43 % Fett gegessen undtrotzdem mehr Gewicht verloren als die, die 30% Fett gegessen haben. Dummerweise ist 30 % ja nicht fettarm. Also man hat hier eine mediterrane Ernährung quasi verglichen mit einerSchrotternährung, wie sie der Otto Normalverbraucher im Allgemeinen praktiziert, und festgestellt: „Fett macht dünn“. So titelte dann auch damals Das Ärzteblatt. Und auf die Predimed-Studie gehtzurück, wenn ihr von irgendeinem Arzt, z. B. von Anne Fleck, von den Ernährungs-Docs hört, Fettmacht schlank. Das stimmt aber nicht. Eine mediterrane Ernährung macht schlanker, als eine Otto-Normalverbraucher-scheiß-Ernährung. Weil eine mediterrane Ernährung gewisse andere Richtlinienhat. Und so hat auch diese Studie sich an die in der PREDIMED-Studie verwendeten Richtlinien füreine mediterrane Ernährung gehalten. Und die will ich ihr euch mal aufzählen: Es sollen pro Tag mehr als zwei Portionen Gemüse gegessen werden, sollen pro Tag mehr als zwei bisdrei Portionen Obst gegessen werden. Es sollten mehr als dreimal die Woche Hülsenfrüchte gegessenwerden, mehr als dreimal die Woche Fisch, mehr als dreimal die Woche eine Portion Nüsse oder Saaten. Außerdem soll weißes Fleisch gegenüber rotem Fleisch bevorzugt werden und rotes Fleischsollte maximal einmal pro Woche verzehrt werden. Alkohol nur eine Portion für Frauen, Männer zweiPortionen, wenn sie unbedingt möchten. Und industrielle Nahrung sollte reduziert werden, alsosowohl verarbeitetes Fleisch als auch Softdrinks und dieses ganze Zeug. So geht offiziell die mediterrane Ernährung. Und das haben ja die in der Predimed-Studie gemachtund das dann verglichen mit einer nur 30 % Fett enthaltenden Otto-Normalverbraucher-Schrott-Nahrung, mit verarbeitetem Fleisch drin und Zucker drin und Weißmehl drin und diesem ganzen, naihr kennt das Zeugs. Ja! Und seither, seit diesen fünf Jahren, erzählen Mediziner eben auch im Fernsehen, dass Fett dünn macht und das stimmt natürlich nicht, wenn man das vergleicht mit einer fettarmen, vollwertigen,pflanzlichen Ernährung. Also ich bin gerade gestern erst darauf angesprochen worden, hat sich hatsich denn an den medizinischen Fakultäten in Bezug auf Ernährungslehre immer noch nichts getan? Also da wird immer rechts gelehrt, oder? Doch, doch, das wird gelehrt, aber natürlich geht es nicht sotief wie mein Wissen jetzt ist, was ich mir in 30 Jahren irgendwie hier aufgebaut habe. Weil imRahmen von sechs Jahren Medizinstudium halt alle medizinischen Bereiche angeschnitten werdenmüssen und man lernt in jedem medizinischen Bereich nur die oberflächlichen Sachen. Und so lerntman z. B., dass ballaststoffarme Ernährung und fleischreiche Ernährung zu Darmkrebs beitragen. Undein hoher Cholesterinspiegel zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt, also so. Aber so detailliert,welche Ernährungsweise sich jetzt wie, was und wo auswirkt, was mediterran vs. fettarm vs. reinpflanzlich vs. ketogen vs. Palio vs. Low Carb ist, das lernt man natürlich nicht im Medizinstudium. Unddazu ist das Medizinstudium vielleicht auch gar nicht erforderlich, weil eigentlich sollen das jaErnährungsberater machen, bzw. Ökotrophologen. Aber die können und dürfen ja nicht heilen. Undwenn die Heilung, wie jetzt auch hier z. B. in einer Ernährungsumstellung sitzt, dann haben wirnatürlich Interessenskonflikte. Apropos Interessenskonflikte: mir hat auch jemand unter mein Kurkuma-Video letztens geschrieben:„Ja, natürlich hast du nichts Positives über die Wirkungsweise von Kurkuma gefunden. Das ist ja ein natürliches Mittel und niemand finanziert solche Studien.“ Bullshit! Diese Studie ist eine reineErnährungsstudie und auch die haben Geldgeber gefunden bzw. schlussendlich war das Dr. Barnard selbst, der diese Studie finanziert hat, mit seinem Physicians Committee for Responsible Medicine. Keine Pharmafirma hat hier Geld investiert. Es kann sein, dass des Physicians Committee forResponsible Medicine hier Staatsgelder auch beantragt hat, was Barnard bei seiner Diabetes-Studie auch gemacht, worüber er sein Buch geschrieben hat. Das will ich nicht ausschließen, abergrundsätzlich gibt es auch Sachen, die untersucht werden, selbst wenn es natürliche Nahrungsmittelsind. Und bei Kurkuma hat man auch bei Studien keine Wirkung entdecken können, weil man einenhohen First-Pass-Effekt entdeckte. Gut, aber jetzt kommen wir endlich zu dieser Studie. Hier wurde also verglichen, eine mediterraneErnährung, wie ich sie eben beschrieben habe, mit einer Low Fat Plant Based Diet. Das Wort„vollwertig“ kommt hier nicht vor und es ist auch nirgendwo konkret definiert. Also vielleicht ist es wirklich nur eine fettarme, rein pflanzliche Ernährung, die hier praktiziert wurde, denn sie hattewesentlich weniger Regeln als die mediterrane Ernährung. Hier wurde einfach nur gesagt, okay, alsRichtwerte, 75 % Kohlenhydrate, 10 % Fett, 15 % Eiweiß, so Pi mal Daumen. Und die Leute durften bei beiden Ernährungsweisen so viel essen, wie sie Hunger hatten. Also ad libitum. Und es wurden insgesamt 62 Überwichtige in diese Studie eingeschlossen, die je 16 Wochen lang, sich einmalmediterran und einmal vegan ernähren sollten, zwischendurch durften sie vier Wochen Pausemachen und sollten so essen wie sie immer gegessen haben. Und man hat dann hier untersucht,sowohl das Körpergewicht als auch die Blutfettwerte. Sei es Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin alsauch Triglyceride, Blutdruck, die Körperzusammensetzung und dann nochmal die Insulinresistenz undalle Parameter, die irgendwie mit Diabetes hier einhergehen. Also auch die orale Glucosetoleranz,was ein Test ist für die Diagnose von Diabetes, aber auch die Insulinresistenz. So, und diese Studiewurde veröffentlicht im Journal of the American College of Nutrition und sie ist open source. Das heißt, jeder kann reingucken und sich genau durchlesen was Dr. Barnard hier gemacht hat. Undes zeigte sich dann Folgendes: Wenn wir eine mediterrane Ernährung, wie sie im Buche steht, miteiner fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen Ernährung, wie sie Dr. Barnard praktiziert - das heißt,nein, nicht ganz - eigentlich eine fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung, wie ich sie in der „Raus aus der Lustfalle“-Challenge praktiziere. Also die Leute sollten wirklich nur Obst, Gemüse,Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten essen, Nüsse waren außen vor und Öl war auch außen vor. Unddas Ziel war, wie gesagt, die sollten 10 % Fett verzehren, das hat nicht ganz geklappt. Die sind nämlich bei 17 % gelandet. Wohingegen die, in der mediterranen Ernährung, 50 g Olivenöl, jeden Tag essen sollten und da bei 43 % Fett gelandet sind. Und jetzt kommen wir zu den Ergebnissen: In diesen 16 Wochen, wurde im Durchschnitt bei dermediterranen Ernährung, gar kein Gewicht verloren. Das will ich jetzt erst mal wirken lassen. 50 g Olivenöl am Tag macht nicht schlank. Die haben gar kein Gewicht verloren, weil sie durften sich sattessen- Die haben so viel gegessen, wie sie wollten, nach den Regeln, die ich eben gesagt habe. Undsie haben kein Gewicht verloren. Unterdessen haben die Veganer 6 kg verloren. Und das kann auchdamit zusammenhängen, dass die Veganer im Durchschnitt bei einer ad libitum Ernährung 500 Kalorien weniger gegessen haben. Die Insulinresistenz hat sich bei der mediterranen Ernährung beiden Probanden, nicht verändert. Also mediterrane Ernährung hat null Auswirkungen in Bezug auf Diabetes, null. Besonders dann nicht, wenn man nicht abnimmt. Bei den Veganern hat sich das hingegen verbessert. Genauso wie die orale Glucosetoleranz. Das Cholesterin, das Gesamtcholesterin jetzt hier, oh Wunder, hat sich in der mediterranen Ernährung gar nicht verändert. Null! 43 % Fett macht die Leber zu Cholesterin. Also nein, das Gesamtcholesterin hat sich überhaupt nicht verändert. Wohingegen es bei den Veganern um 18,7 mg/dl gefallen ist. Beim LDL sah es so ähnlich aus, also dasböse Cholesterin. In der mediterranen Ernährung hat sich nichts geändert, bei den Veganern ist es um 15,3 mg/dl gefallen. Und dann der Blutdruck, und der Blutdruck, und deswegen, wegen desBlutdrucks, könnt ihr Dr. Barnard hier auch ein Bias absprechen. Also da könnte jetzt der Low-Carber oder Keto-Anhänger kommen und sagen, ja ist ja klar, Barnard hat seine eigene Studie gefälscht und deswegen kommt da so was dabei raus. Beim Blutdruck war das erstaunlicherweisenicht so. Da ist bei beiden Gruppen tatsächlich der Blutdruck gefallen und in der mediterranenGruppe stärker, nämlich systolisch um 9,3 mmHg und diastolisch um 7,3 mmHg. Wohingegen es beider veganen Gruppe systolisch nur 3,4 waren, also noch weniger als die Hälfte, verglichen mit 4,1diastolisch. Also, wenn jemand nur einen hohen Blutdruck hat, keine Diabetesprobleme, keineÜbergewichtsprobleme, keine Cholesterinprobleme, nur den hohen Blutdruck, könnte es für ihnausreichen, einfach nur eine mediterrane Ernährung zu machen. Die Forscher fragen sich natürlichgenauso wie ich mich, warum das so ist, da wir wissen, dass tierische Produkte den Blutdruckerhöhen. Die vermuten, dass es am Vitamin E im Olivenöl liegen könnte und wegen seinerantioxidativen Fähigkeiten. Dann müsste man natürlich, keine Ahnung, mal ein andere Studiendesignherholen und Veganern noch zusätzliches Vitamin E geben. So, oder was anderes, was antioxidativist, Vitamin C oder Vitamin D oder so. Natürlich der Korrektheit halber ist hier auch Vitamin B12substituiert worden in der veganen Gruppe. Für alle, die jetzt denken, „aber das kann man doch garnicht machen“. 500 μg pro Tag haben die bekommen. Und was lernen wir daraus? Genau das, was ich eigentlich gerade gesagt habe, eine fettarme,vollwertige, pflanzliche Ernährung ist jeder anderen Ernährungsweise medizinisch vorzuziehen. Klar,es macht immer die Dosis das Gift und man kann immer auch mal irgendwelche Ausnahmen machen,kann man, man kann mal alles machen, aber im Grunde sollte es sein, so fettarm, vollwertig undpflanzlich wie irgend möglich. Und jemand der halt gerade eine Krankheit hat, der muss ein bisschenkrasser drauf sein, was seine Ernährung und seine Radikalität in Ernährung betrifft, als jemand derkerngesund ist. Jemand, der Diabetes hat, der übergewichtig ist, der Bluthochdruck hat, der hohenCholesterinspiegel hat, der muss strenger fettarm, vollwertig und pflanzlich leben als ich z. B., die ichnichts davon habe. So und je krasser man die Ernährung entsprechend umsetzt, also wenn manwirklich 25 % Kohlenhydrate, 15 % Eiweiß und 10 % Fett isst und dann am besten auch noch mein„Raus aus der Lustfalle“-Programm macht, wo man dann eben auch noch es schafft seine Süchte,seine Esssüchte zu überwinden, der hat natürlich bomben Resultate. Und das ist genau das was ichauch sehe. Jemand, der nicht übergewichtig ist, der kann eine Hand voll Nüsse jeden Tag essen. Dasist überhaupt kein Thema dann. Also es ist eine Verhältnismäßigkeit. So, jetzt haben wir die Studie endlich und jetzt wird es Zeit, dass es sich auch an alle anderen Ärzte,an Professor Spitz und an hier, Strunz und Anne Fleck und weiß der Geier, wer da draußen alles nochrumläuft, sich Dr. med. schimpft und nur Scheiße erzählt, dass es sich an die herumspricht, dass einefettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung, einer jeden anderen Ernährungsform inklusive einermediterranen Ernährung, überlegen ist. Das war's! Ich sag Ciao! Bis Mittwoch, zu „Was ich an einem Tag esse“. Eure Silk

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