Mit Frühstück gegen Übergewicht und Diabetes

Wer frühstückt verbrennt weitaus mehr Kalorien, als wenn er die selben Kalorien zum Abendessen essen würde. Das war nicht ganz neu, ist jetzt aber erneut von Forschern der Psychoneurologie in Lübeck bestätigt worden. Hier hat man normalgewichtigen Männern in zwei Expermenten die Kalorien einmal morgens und einmal abends gegeben und dann ihren Kalorienumsatz gemessen. Dieser war über den Tag verteilt 2,5 Mal so hoch, wenn die größte Kalorienmenge vormittags gegessen wurden. Wer mühelos abnehmen will, sollte daher morgens statt abends essen.


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Transkript:

Hi und herzlich willkommen heute zum wichtigen Thema Frühstück. Es geht darum, warum man lieber „morgens wie ein Kaiser, mittags wie einKönig und abends wie ein Bettler essen“ sollte, statt umgekehrt. Besondersdann, wenn man abnehmen will, aber auch wenn man Diabetiker ist. Ich habedas an anderer Stelle schon mal erzählt: Ich habe vor Jahren mal einPflegepraktikum auf der Herzkreislauf- und Diabetesstation eines daraufspezialisierten Krankenhauses gemacht. Ich habe später übrigens auch da meinPJ gemacht. Und da habe ich mal an einer Diabetikerschulung teilgenommen.Dort wurden die Diabetiker gefragt, wie sie denn so essen. Und keiner vondenen hat gefrühstückt. Und das ist mir halt irgendwie krass aufgefallen. Ichdachte, ja, das macht natürlich Sinn irgendwie. Die essen dann abends sehrspät und haben dann morgens keinen Hunger mehr und dann verzichtet manmorgens auf die erste Mahlzeit, weil man dann denkt „okay, dann kann ich mirauch Kalorien einsparen. Ich muss ja nicht essen, wenn ich keinen Hungerhabe.“ Das führt aber dann nur wieder dazu, dass man das Essen über den Tagverteilt zu lange ausdehnt und sich dann irgendwann zwischendurch einenSnack holt, der immer ungesund ist, um sich dann abends, wenn man nachHause kommt, ordentlich den Bauch vollzuschlagen. So und das ist nichtgünstig. Und das wurde mal wieder an einer Studie an normal gewichtigenMännern belegt. Allerdings ist das eine kleine Studie. 16 Teilnehmer habenteilgenommen. Lübecker Psycho-Neurologen haben die dann untersucht. Manhat diesen 16 Männern zweimal die Kalorien unterschiedlich aufgeteilt, übereinen Tag. Also die haben exakt die gleiche Kalorienmenge bekommen. Beimersten Versuch gab es 69 Prozent der Kalorien zum Frühstück, 20 Prozent derKalorien zum Mittagessen und 11 Prozent der Kalorien zum Abendessen. Undbeim zweiten Versuch mit den selben Männern, gab es zum Frühstück die 11Prozent zum Mittag, die 20 Prozent und zum Abendessen die 69 Prozent. Unddann hat man diese Männer einer indirekten Kalorimetrie unterzogen. Also,sprich, geguckt, wie viel Energie die verbrauchen. Und mit Energie meine ichKalorien. Und es stellte sich heraus, dass die, die zum Frühstück diese großeKalorienmenge gegessen hatten. Also, diese 69 Prozent ihrer gesamtenKalorienmenge, über den Tag verteilt 2,5 Mal so viel Energiekalorien verbrauchthaben. Sprich, man kann dieselbe Menge Essen essen und nimmt davonweniger zu, wenn man sie vormittags isst, verglichen damit, wenn man sieabends isst. Es war nicht so 100 Prozent. Dr. Greger erwähnt, dass schon inseinem Buch How not to diet. So, also, wenn man abnehmen will, dann sollteman immer morgens essen und nicht abends. Und das spiegelt sich auch widerin der Studie, die ich mal besprochen habe, zum Thema intermediär Fasten,dass das intermittierende Fasten nur dann eine von der Kalorienmengeunabhängige Wirkung zeigt, wenn man die Abendmahlzeit ausfallen lässt. Wenn man vormittags das Essen ausfallen lässt, dann hat das intermittierendeFasten keine eigenständige Wirkung. Dann nimmt man nur ab und wird nur gesünder, weil man grundsätzlich auch weniger isst. Deswegen bin ich auch kein Fan von intermittierendem Fasten. Also grundsätzlich nicht. Ich mag es nicht Hunger zu haben und dann nicht zu essen. Und ich bin auch ein großer Fan von Frühstück. Denn ich esse- also ich würde jetzt nicht sagen, dass ich dass 70 Prozent meiner Kalorien zum Frühstück esse. Tatsächlich ist meine Kalorienmenge morgens, mittags, abends ungefähr 33,3 Periode Prozent. So ungefähr. Also, es sind immer um die 700 Kalorien, die ich in jeder Mahlzeit esse. Aber ich bin ein großer Fan von Frühstück im Rahmen meiner Raus aus der LustfalleChallenge im Rahmen meiner Esssucht. Wobei, da muss ich nochmal kurz zurück. Also, die Forscher wissen nicht, warum das so ist, dass wenn man die Kalorien morgens isst, man mehr verbraucht. Was sie wissen, ist, dass, wenn man abends diese Menge isstoder, beziehungsweise, dass man abends ein von denselben Nahrungsmitteln einen höheren Blutzuckeranstieg hat und einen höheren Insulinspiegel. Was dazu passt, dass Diabetiker nicht frühstücken. Was aber natürlich auch noch passiert, ist dass sie, davon ausgehen, also wir sprechen ja, wie gesagt, von Psycho-Neurologen - und auch das ist schon an anderer Stelle in diversen Studien bestätigt worden- wenn man fastet, wenn man sich Essen vorenthält, wenn man den ganzen Tag zu wenig isst, hat man abends vermehrt Hunger und Craving und Gelüste und wählt vielleicht sogar auch noch das Falsche. Also, auch das könnte hier ein Grund sein, warum die nahrungsinduzierte Thermogenese einfach wesentlich besser ist, wenn man vormittags was ist. Was ich im Rahmen meiner Raus aus der Lustfalle Challenge mache, ist dem Ganzen irgendwie noch einen drauf zu setzen. Denn vor dem Frühstück gibt es ja nochmal ein Frühstück. Es gibt ja zwei Frühstücke. Einmal das Gemüsefrühstück als allererstes und dann normales Frühstück, was aus Haferflocken oder sonst was bestehen kann und das hat halt auch den Vorteil, dass man länger satt bleibt. Dadurch, dass wir durch das Gemüse nochmal ordentlich Eiweiß rein tun, dadurch dass wir dann irgendwie durch das Eiweiß wieder mehr Belohnungsbotenstoffe für das Gehirn synthetisieren können, dasswir auch Insulin gleichmäßig ausschütten durch das Stärke-Frühstück danach. Und dann unser Gehirn auch mit Vorläufermolekülen für die Botenstoffe versorgen können. So muss es sein. Und wer ein Frühstück isst, der ist dann einfach länger satt und der kommt eher nicht so sehr in die Gefahr dann noch irgendwas Hochkalorischem zu greifen, was dann süchtig macht. Und wenn ich jetzt gerade wieder beim Thema Esssucht gelandet bin, kann ich auch gleich ankündigen, dass es wieder ein Webinar geben wird zum Thema Essen als Sucht. Hilfe, ich kann nicht aufhören. Wie man sich aus es Sucht überEssen und Kontrollverlust, beziehungsweise auch emotionalem Essen befreien kann. Das wird am 21. August stattfinden. Dafür kann man sich kostenlos anmelden. Es gibt auch eine Aufzeichnung für alle, die dann nicht können natürlich. Unter www.silke-rosenbusch.de/esssucht. Für alle, die das Gefühl haben, dass sie irgendwie ihr Essen nicht in Griff kriegen können, dass sie nicht abnehmen können, dass sie Sachen essen, die sie nicht essen wollen, dass sie Sachen essen, die sie vielleicht nicht essen sollen. Ich habe im letzten Durchgang meines Kurses Raus aus der Lustfalle - Kurses eine Typ 1 Diabetikern darin dabei gehabt, die unglaublich darunter gelitten hat, in den letzten Jahren, dassihr Diabetologe die ganze Zeit gesagt hat „hör mal, das kannst du dich essen, das darfst du nicht essen“. Aber sie konnte es nicht - eben das Verbotene nicht zu essen, weil sie dann eben esssüchtig ist. Dass hat sie total frustriert und traurig gemacht, dass er das immer von mir verlangte und sie das aber nicht konnte. Dass da kein Verständnis dafür da war, von Seiten des Arztes, wie schwer das ist, was nicht zu essen, wonach man süchtig ist. Aber ja, das ist ja derzeit auch noch nicht anerkannt. Dass es so was wie Sucht nach gewissen Nahrungsmitteln geben kann, dass es dem Patienten deswegen so unmöglich ist, sich an die Vorschriften der Ärzte zu halten. Ja, wie gesagt: Das Webinar gibt es am 21. August. Jeden, den das Thema interessiert, kann sich da kostenlos anmelden. Link ist unten drunter, aber ich blende ihn auch noch mal ein. Ja und ich verlinke euch auch den Artikel im Deutschen Ärzteblatt, wo ich über diese Studie gelesen habe. Und ansonsten frühstücken, frühstücken und frühstücken. Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. „Morgens wie ein Kaiser, mittags während König, abends wie ein Bettler“. Das soll es gewesen sein. Ich sage „ciao, bis Mittwoch“.Eure Silke

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