Doch KEINE psychischen Schäden durch den Lockdown

Verschwöhrungstheoretiker erzählen mir gerne, dass der Lockdown im Rahmen der Corona-Pandämie mehr Todesfälle und sonstige Schäden - zum Beispiel psychische - mit sich gebracht hätte und es deshalb erforderlich sei gegen die Regierung und ihre Maßnahmen vorzugehen. - Dazu, ob es mehr Todesfälle gab, was auf jeden Fall zu bezweifeln ist, gibt es derzeit keine Daten. Zu der psychischen Folgen des Lockdowns gibt es jetzt eine neue Studie aus Mannheim, die aktuelle Daten zur psychischen Gesundheit der Bevölkerung mit solchen von 2018 vergleichen hat. Mit erstaunlichen Erkenntnissen.


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Transkript:
Hallo und herzlich Willkommen.Heute mal wieder zum Thema Corona. Denn es gibt Neuigkeiten. Ich weißnicht, ob ihr euch auch mit Verschwörungstheoretikern auseinander gesetzthabt. Ich musste das leider mehrfach, sowohl auf Facebook als auch aufmeinem - wahrscheinlich am meisten von allen kommentierten - Video überden Masernprozess. Da sind 500 Kommentare drunter. Und 495 von denen sindtotaler Bullshit. Nur Verschwörungstheorien und Irrsinn. Im Sinne von all demwas Querdenker-Leute und so behaupten. Und ich weiß nicht, warum.Wahrscheinlich, weil Masern ein Virus sind und Corona auch. Also die kommendirekt von Hölzchen auf Stöckchen und nur, weil Kinder Masern impfpflichtigsind, wollen jetzt ja auch alle Leute, beziehungsweise will dieBundesregierung, uns jetzt alle pflichtimpfen. Und das auch schon Ende April,als wir noch gar keine Impfung hatten und dieses ganze Zeug. Naja, und einGegenargument, was diese Leute oft vorgebracht haben, war: Wenn ich gesagthabe Lockdown ist wichtig, weil wir die Kurve flach halten müssen und dasGesundheitssystem nicht überfordern wollen und weil wir nicht die Leute, diedieses Land aufgebaut haben nach dem Krieg, jetzt einfach vor die Hundewerfen lassen wollen. Deswegen ist der Lockdown gut, haben die gesagt. Essterben viel mehr Leute durch den Lockdown als wegen dem Lockdown. Dieganzen psychisch Kranken und auch all die Leute, die nicht in die Notaufnahmegehen und dann einen Herzinfarkt haben und so was. Ich habe natürlich, wieich dann so bin, die Leute gefragt „Hast du dazu eine Studie?. Natürlich hattensie keine Studie. Das kam ja auch keine Studie. Jetzt gibt es eine Studie. Nichtdarüber, wie viele Leute gestorben sind, weil wir Lockdown hatten, sondernüber die seelische Gesundheit der Deutschen in der Zeit des Lockdowns. Die istjetzt kürzlich erschienen in Psychiatrische Praxis und wurde durchgeführt vomZentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim. Die machen so etwasregelmäßig. Also die haben auch schon 2018 stichprobenartig Daten erhoben,darüber wie zufrieden die Bevölkerung ist. Das haben sie jetzt, während dasLockdowns, cleverer Weise im April 2020, auch gemacht. Insgesamt haben die2000 Fragebögen verschickt und wie das immer so ist, wenn man Studienmacht: nicht alle Leute antworten. Es haben 2018, glaube ich, nur 444geantwortet. Und jetzt 2020 - wir hatten alle mehr Zeit - haben 736 oder sowas, geantwortet. Und hier hat sich dann gezeigt, in Bezug auf das seelischeBefinden, dass es den Leuten im Lockdown 2020 in Deutschland psychischnicht schlechter ging als es 2018 der Fall war. Das deckt sich mit dem was ichin der Psychiatrie beobachtet habe, wo ich ja gearbeitet habe, während derLockdon war und auch danach. Es tauchten keine neuen Leute mit psychischenErkrankungen auf durch Corona. Es gab Leute, die schon vorher psychischkrank waren. Deren psychische Erkrankungen durch Corona und dieMaßnahmen, die extra etabliert, also irgendwie nochmal verstärkt wurden unddie dann akut geworden sind und so zu uns gekommen sind. Denn das gab es.Aber es gab wenige Leute, die jetzt durch Corona psychisch krank gewordenwaren. Die jetzt plötzlich sagen „ich bin so depressiv, ich nehme zu viel Drogenund ich denke darüber nach mich umzubringen“. So, das ist einfach nichtpassiert jetzt wegen Corona. Also hier gab es absolut keine statistischeSignifikanz am Unterschied zwischen jetzt, also 2020 und 2018. Ich habeallerdings auch heute morgen die Studie gesehen. Also ich hab da noch nichtrein geguckt. Ich habe sie jetzt auch nicht gefunden. Ich glaube die hat ABC,der amerikanische Sender, hat einen Artikel darüber veröffentlicht, dass dieAnzahl der Depressionen in den USA, während Corona, also nicht während desLockdowns, sondern wegen Corona, sind mehr US-Amerikaner jetzt depressiv.Was vielleicht damit zusammen hängt, dass die keinen Lockdown hatten, dassderen Wirtschaft in Schutt und Asche legt und auch dass einfach wahnsinnigviele Leute da sterben. Wir hatten in Deutschland 9.000 Tote. Die USA habenungefähr vier mal so viele Einwohner wie wir. Wenn die bei 40.000 wären,wären die okay. Sind die aber nicht. Die sind bei 190.000 Toten jetzt. Alsofünfmal so viel wie wir quasi. Das ist eine Menge und da wird man natürlichauch depressiver. Hinzu kommt, dass die kein Kurzarbeitergesetz haben, wasbei uns ja viele Leute hatten. Das Gefühl „Juhuu, ich bin in Kurzarbeit, ichkriege immer noch fast genauso viel Geld wie vorher. Gleichzeitig kann ichkeins ausgeben. Alles gut.“ Also, dass das Ganze so abgefangen wurde. Es gibtmit Sicherheit auch Leute, die trotzdem auch beruflich darunter gelitten haben,dass es den Lockdown gab. Ich stelle mir jetzt noch mit Schrecken vor, wie eswäre, wenn ich immer noch Schauspielerin wäre, statt Ärztin. Also ich kenneLeute, oder ich habe mit Leuten gearbeitet, die seit März keine Arbeit mehrhatten. Das ist furchtbar. Und die sind natürlich alle Freiberufler, was noch vielfurchtbarer ist. Ja, lange Rede, kurzer Sinn: es gibt natürlich unterschiedlicheGründe warum man depressiv oder psychisch krank werden kann, im Rahmenvon Corona oder eines Lockdowns. Aber in Deutschland ist so was, im Rahmendes Lockdowns bei uns nicht passiert. Es ist aber etwas anderes hier nochstatistisch aufgefallen und das fand ich sehr spannend. Denn die sagen, es hatsich hier auch bei bestimmten Gruppen die psychische Gesundheit, verglichenzu vor zwei Jahren, verbessert. Also die gaben tatsächlich an, dass es ihnengeht besser ging als vor zwei Jahren. Das waren ältere Menschen, zum Beispiel.Witzigerweise obwohl gerade die Risikogruppe sind. Man müsste doch meinen,die hätten da mehr Angst. Ich könnte mir vorstellen, dass die sich gutaufgehoben gefühlt haben, während des Lockdowns, in der Gesellschaft, weilman sie nicht einfach, wie es die USA machen, halt den Hunden zum Fraßvorwirft. Das sind die Leute die jetzt 80, 90 sind. Das sind die Leute, die nachdem Krieg dieses Land wieder aufgebaut haben. Die gelitten haben, die einWirtschaftswunder vollbracht haben. Die, die die ganze Zeit „geschafftgeschafft, Häusle gebaut“ haben. Die jetzt da stehen und wenn wir einfachvorgehen würden, wie die USA und sagen „ist egal wenn Corona die holt, diesind ja eh alt“, dass die sich wertgeschätzt fühlen, könnte ich mir vorstellen.Auch wenn sie vielleicht keinen Besuch von den Enkeln haben konnten oder so.Aber dass aufgrund dessen, dass sie sich geschützt fühlten und wertgeschätztin der Gesellschaft, dass es denen besser ging. Eine andere Gruppe, der esbesser ging, war die mit einem eher hohen Bildungsniveau. Vielleicht auch, weildie finanziell besser abgesichert sind. Vielleicht weil die eher in Jobs arbeiten,in denen man auch von zu Hause arbeiten kann. Also irgendwie will man oderkann man nicht von zu Hause aus arbeiten. Wenn man aber irgendwieBuchhalter ist, geht das schon. Also die hatten wohl einen besseren Wert aufder psychischen Gesundheitsskala und auch die, die sich gut über Coronainformiert hatten, kamen psychisch besser daher. Also vielleicht die Leute, diegenau darauf gehört haben, was der Drosten in seinem Podcast sagt und dasverstanden haben und das umgesetzt haben. Die wussten womit sie es zu tunhatten. Man weißt nicht oft im Leben, was als nächstes kommt, womit man eszu tun hat. Aber während des Lockdowns wussten wir, was wir zu tun habenund um uns davor zu schützen. Vielleicht auch das. Fand ich interessant. Ichverlinke euch natürlich die Studie unten drunter, für den Fall dass ihr auchVerschwörungstheoretiker trefft, die uns sagen dass alle psychisch krankgeworden sind, jetzt während des Lockdowns, wegen des Lockdowns und dasder Lockdown unserer Gesellschaft mehr geschadet hat, als er genutzt hat. Dassehe ich nicht so. Natürlich nicht. Gerade uns in Deutschland nicht. Ich finde,an uns sieht man dass der Lockdown wirklich sehr sehr gut war, dass es richtigwar, dass wir das gemacht haben. Better safe than sorry. Denn das was in denUSA passiert ist, wie gesagt, mit fünf mal mehr Toten als wir haben, weileinfach ein dummer Regent da ist, der die Wirtschaft nicht dichtmachen will,weil er Angst davor hat, nicht wiedergewählt zu werden, was hoffentlich auchnicht passiert. Ich bete jeden Tag und gucke jeden Tag die amerikanischenNachrichten, dass der Mann nicht wiedergewählt wird. Das ist ein anderesThema. Okay das soll es gewesen sein. Wenn euch das Video gefallen hat, gebtmir einen Daumen hoch. Wenn Ihr keines meiner Videos verpassen wollt,abonniert mich und wenn ihr jeden Samstag meinen Newsletter bekommenwollt, mit einem veganen, fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen und leckerenRezept. Kann man abonnieren! Link ist unten drunter:www.silke-rosenbusch.de/newsletter. Das war es und ich sage Ciao, bis Mittwoch. Eure Silke

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