Keine vermehrten Knochenbrüche bei Veganern mit Kalzium und Vitamin D

Kürzlich veröffentlichte die EPIC-Studie ihre Ergebnisse, dass bei Veganern vermehrt Knochenbrüche auftragen. Leider taten sie das, ohne bei Veganern auch nach den typischen Risikofaktoren für Knochenbrüche zu schauen. Sei es vermehrter Sport oder eine adäquate Versorgung mit ausreichend knochenaufbauenden Substanzen wie Kalzium, Vitamin D oder ggf. auch Östrogen, wenn es um Frauen in der Menopause geht. Daran scheint sich nicht nur meiner einer gestört zu haben, sondern auch andere Wissenschaftler, die jetzt geforscht haben, ob es an einem Mangel an Kalzium und/oder Vitamin D liegen könne, wenn Veganer vermehrt Knochenbrüche erleiden. Spoiler: Ausreichend Kalzium und Vitamin D schützt tatsächlich. Man sollte daher als Veganer darauf achten, beides zu sich zu nehmen oder im Falle des Vitamin D, es ausreichend zu bilden.


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Transkript:
Hi und herzlich willkommen! Heute bei mir und Romi zu einer neuen Studie zum Thema „Knochenbrüche bei Veganern“. Denn ihr wisst ja vielleicht - also zumindest der geneigte Zuschauer weiß es - dass vor ein paar Monaten dieErgebnisse der Epic Oxford Studie veröffentlicht worden waren, nach der Veganer häufigerKnochenbrüche hatten. Und ich habe Video darüber gedreht, was ich euch nochmal hier verlinkenkann, wie ich dazu stehe. Und was ich da kritisiere, ist, dass sich in der im Rahmen der Epic OxfordStudie niemand Gedanken darüber gemacht hat, mal zu gucken, ob das eine Korrelation ist oder eineKausalität. Bzw. ob Veganer, weil sie ja, wenn man Studien betrachtet, grundsätzlich den niedrigsten BMI haben, vielleicht auch sportlicher sind und dann auch Sportarten machen, bei denen man sicheher was brechen kann - wie ich mir ja auch meinen Finger gebrochen habe, als ich Schlittschuhfahren war vor drei Wintern oder so. Oder ob es damit zusammenhängt, dass Veganer vielleichttatsächlich auch zu wenig Calcium oder Vitamin D oder Sonstiges essen, was dann dazu führt, dassihre Knochen grundsätzlich poröser sind. Dem ist, wie gesagt, die Epic Oxford Studie nichtnachgegangen, sondern die haben einfach nur festgestellt: Veganer haben ein größeres Risiko für Frakturen - also Knochenbrüche. Gott sei Dank hat sich jetzt wer anders aber daran gemacht, mal zu überprüfen, ob das so stimmt.Bzw. was wirklich die Ursache ist. Das ist eine Studie, die ist erschienen im American Journal Of Clinical Nutrition und zwar jetzt gerade - also im Mai 2021. Und die Forscher beziehen sich hier auchwieder auf Daten aus der Adventists Health Study 2, die so interessant ist, weil die besonders vieleVeganer miteinschließt. Und die haben jetzt hier geguckt, ob speziell Hüftfrakturen nach der Menopause, bzw. bei über 45jährigen bei Veganern erhöht sind und ob da Calcium und Vitamin Dursächlich ist. Sprich, wir können hiermit nicht komplett ausschließen, dass es pauschal gilt, dass Veganer mehrFrakturen haben. Und die Epic Oxford Studie hat auch nie konkret gesagt, dass Veganer mit über 45Jahren - also sprich, wenn die Menopause kommt - Probleme haben. Daher sind die beiden Studienschon ein bisschen unterschiedlich gelagert. Aber, wie gesagt, hier geht es speziell um Hüftfrakturen,die bei Menschen mit über 45 Jahren eben anfangen. gehäuft vorzukommen; besonders bei Frauen,weil Frauen ab der Menopause weniger Östrogen produzieren und Östrogen wichtiger Faktor dafürist, dass man halt die Knochensubstanz aufbaut. Und deswegen ist es so empfehlenswert, auch nachder Menopause, aus diesem Grund und aus dem anderen Grund, Brustkrebs zu verhindern, Soja zuessen - als Frau nach der Menopause, weil da Phytoöstrogen drin sind. Aber darauf wollte ich ja gar nicht hinaus: die Adventists Health Study hat hier 34.542 weiße Männerund Frauen über 45 Jahren eingeschlossen, sie 8,4 Jahre beobachtet und 679 Hüftfrakturenfestgestellt. Und dabei hatten weibliche Veganerinnen ein um 55 % erhöhtes Risiko, eine Hüftfrakturzu bekommen. Aber, aber, aber - und jetzt kommt das große ABER - das war nur so, wenn sie kein Calcium und Vitamin D substituierten. Und das ist genau die Theorie, die ich auch quasi hinter derEpic Oxford Studie hatte: das es nicht pauschal die vegane Ernährung ist, sondern die falschdurchgeführte, vegane Ernährung. Denn ich habe im Rahmen der Schwangerschaft und kritischerNährstoffe im Rahmen der Schwangerschaft ja sowohl über Vitamin D, als auch über Calcium ein Video gemacht. Und man kann an ausreichend Calcium kommen - auch vegan – man muss nurwissen, wo es drin ist. Und Vitamin D ist halt schlussendlich eine Frage von Sonnenexposition undeigener Hautfarbe. Wer nie nach draußen geht, wer z. B. Radiologe ist und immer nur im Keller istund unter künstlichem Licht Röntgenbilder begutachtet, der muss auf jeden Fall Vitamin D substituieren, genauso wie jemand, der bettlägerig irgendwie im Altenheim liegt und nie an dieSonne kommt. Und das muss man im Auge haben. Das sind beide sowohl im Rahmen derSchwangerschaft als auch dann im Rahmen besonders, wenn man eben in der Menopause ist, bzw.danach, muss man das auf dem Schirm haben und sich darum kümmern. Und ich bin ja ein großer Fan davon, immer das auf natürliche Art und Weise zu machen, wenn es irgendwie geht. Also wirklich zu gucken, dass man nach draußen kommt, an die frische Luft kommt und dass man haltdann auch Sachen isst oder trinkt, wo Calcium drin ist. Bevor man zu Nahrungsergänzungsmittelngreift. Denn irgendwann, wenn man nur alles nur über Nahrungsergänzungsmittel macht, dann ist das eine, dass sich quasi Nahrungsergänzungsmittel mehr wie Medikamente anfühlen und eben nichtmehr wie Ernährung. Und das andere ist eben, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht notwendigerweise immer genauso wirken wie die originale Substanz.Es gab da vor - das ist schon ein paar Jahrzehnte her - ich glaube von 1996, da gab es mal dieBeobachtung auch so in Beobachtungsstudien, in Kohortenstudien, wo man gesehen hat, dass Leutedie Nahrungsmittel mit viel Vitamin A verzehrten, wenn sie Raucher waren, weniger Lungenkrebsbekamen. Also hat man eine Studie gemacht und Rauchern Vitamin A in Tablettenform gegeben undwollte dann beobachten, dass die auch weniger Lungenkrebs bekamen. Und es stellte sich tatsächlichheraus, sie bekamen mehr Lungenkrebs. Und da wurde die Studie abgebrochen. Also, sowas, ich finde, man kann nicht ausschließen, dass es auch bei anderen Vitaminen odersonstigen Nahrungsergänzungsmitteln so ist, daher finde ich grundsätzlich, ist es immer besser, wennman es irgendwie schafft, das auf natürliche Art und Weise zu sich zu nehmen. Und das er fordertleider, leider, leider ein bisschen Hintergrundwissen über das, was man isst. Und, wenn ich michumgucke - in der Köln-vegan-Facebook-Gruppe z. B., da wird nur über Junk Food geredet. Nur „wokriege ich das und das neue Produkt“, „wo gibt's Berliner?“, „welcher Bäcker oder Döner-Mensch macht das“ und das u. s. w. Und niemand, niemand, niemand, niemand - weder ein Veganer noch ein Vegetarier noch ein Omnivorer - kommt darum herum zu lernen, wie adäquate Ernährung geht. Wie gesunde Ernährung geht, was man essen muss, um adäquat versorgt zu sein. Das ist genau wie mitdem Geld. Und ich finde, das ist so verwandt: Geld und Essen ist immer so verwandt. Man musslernen, wie man mit Geld umgeht - auch das ist einfach alternativlos. Das muss man irgendwannbeherrschen. Sprich, wie man seine Kohle einteilt, wie man Geld investiert, wieviel man braucht, umseine Rentenlücke zu schließen, und all diese Sachen. Das ist das ist alles beides existenziell für das eigene Leben in 20, 30 oder 40 Jahren. Und deswegen muss man sich damit beschäftigen, denn wennman sich um beides nicht kümmert, wird die Zukunft katastrophal, katastrophal! Ja, also, ich schiebe das darauf, dass tatsächlich bei vielen Veganern das Vitamin D und auch das Calcium zu niedrig war. Dass sie deswegen eine höhere Frakturrate hatten. Ich weiß nicht, ob die EpicOxford Studie sich da auch irgendwann noch mal Gedanken darüber machen wird, was da kausal hinter dahintersteckt. Ich meine, es war ja eigentlich plausibel. Schlussendlich war das ja plausibel,weil die einfach nur kategorisieren nach vegan oder nicht-vegan. Und ich sag ja verhältnismäßigselten, dass meine Ernährung vegan ist. Ich nenne sie ja fettarm, vollwertig, pflanzlich. Also in letzterZeit nicht, weil ich eine „vegane Schwangerschaft“ durchführe. Aber vegan drückt einfach nicht dasaus, was ich mache: einfach nur auf alles Tierische verzichten, sondern eine ausgewogene Ernährung,egal ob sie vegan, vegetarisch oder omnivor ist, enthält viel Obst und Gemüse, enthältVollkorngetreide, enthält Hülsenfrüchten, ist nicht Low Carb oder ketogen oder sonst was, enthältnur wenige tierische Produkte und wenig gesättigtes Fett. Bevorzugt ungesättigte Fette oder dannggf. auch Fisch, wo man dann natürlich die Schwermetallbelastung und vielleicht auch Antibiotikarückstände oder solche Sachen als Probleme hat. Aber darauf läuft es hinaus: eigentlich isteine omnivore, vegetarische und vegane Ernährung zu 90 % exakt gleich. Diese 10 % bei den anderenLeuten dürfen dann Milchprodukte und Fleisch sein. So! Aber, was ich jetzt auch noch sagen wollte, Gott sei Dank fällt mir das ein zum Thema Milchprodukte: d. h. wieder nicht, dass Viel viel hilft. Denn wir haben auch Studien, es gibt eine große schwedischeStudie mit über einer Million Teilnehmer, also auch eine Kohortenstudie, die festgestellt hat, dass dieFrakturrate und auch die Sterblichkeit wiederum zunimmt, je mehr Milchprodukte man verzehrt. Sprich, auch hier macht wieder die Dosis das Gift. Man braucht ausreichend Calcium. Aber zu vieleMilchprodukte verkehren das ganze wieder in eine Katastrophe. D. h. deswegen muss auch einVegetarier oder ein Omnivorer darauf achten, dass er nicht zu viele Milchprodukte isst. Also auch dagibt es Sachen, die zu beachten sind, einfach: nicht zu viele Milchprodukte, nicht zu viele tierischeProdukte, nicht zu viele Eier, den ganzen Scheiß. Also niemand kommt darum, sich mit der Ernährungauseinanderzusetzen, denn sonst wird die Zukunft katastrophal. Das war's!


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  1. Pingback: Was ich als vegane schwangere Ärztin an einem Tag esse #149 - Silke Rosenbusch

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