Vor 2 Jahren hat die britische Regierung eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Ein unabhängiges Gremium sollte in Erfahrung bringen, wie sich die Briten ernähren sollen um ihre eigene Gesundheit sowie die Umwelt zu schonen. Das Ergebnis sieht eine Reduktion von Salz- und Zucker von 25% sowie die Reduktion von Fleisch um 30% vor. Das Gremium empfiehlt dazu eine Steuer auf eben diese Nahrungsmittel, weil das mit der Softdrink-Steuer in Großbritannien ja so gut geklappt hat. Nun hat Boris Johnson und seine Regierung ein paar Monate Zeit, sich zu überlegen, was er mit dieser Empfehlung anstellen will.

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Transkript:

Hi und herzlich willkommen!

Heute wieder bei Lilly und mir, die anderweitig nicht ruhig ist, zu dem, was die Briten alles machen, um die Gesundheit - also die Gesundheit der Menschen und die Gesundheit des Planeten zu verbessern. Denn ich habe immer das Gefühl, in Deutschland wird sich unglaublich gesperrt, irgendwas zu tun, was irgendwie die Gesundheit der Menschen verbessern könnte. Unsere Ernährung in Deutschland ist, das was bei den Amerikanern ihre Waffen sind. Wir können damit nicht umgehen. Es ist gefährlich für uns und für unsere Mitmenschen. Und dennoch pochen wir darauf, dass wir das weiter so machen, weil es ist ja unser Recht und unsere Freiheit. Und die Regierung sagt: „Ja, sehen wir genau so.“ Zumindest die jetzige Regierung noch. Denn Julia Klöcknerweigert sich ja auf Teufel komm raus und auch, obwohl die Deutsche Diabetes-Gesellschaftes wieder und wieder und wieder und wieder sagt: „Bitte doch eine Steuer auf Zucker oder zumindest Softdrinks einzuführen“, sagt sie. „Wir haben nicht genug Evidenz dafür.“ Und das ist natürlich Schwachsinn. Es gibt haufenweise andere Länder, die bereits eine Steuer auf Softdrinks eingeführt haben und wo das großartig funktioniert. Und die Briten geht es noch einen Schritt weiter. Die Sache ist aber natürlich die, dass Waffen nicht süchtig machen und diese Nahrungsmittel schon. Und ich finde nicht, dass man das Recht hat, in einem Staat, der eine Gemeinschaft ist, ab einem gewissen Punkt sich selbst und andere zu gefährden. Das ist der Grund, warum wir eine Pflicht auf nicht-betrunken-Autofahren haben, warum wir Sicherheitsgurte tragen müssen, warum den Airbag haben müssen und auch warum, Babies in Maxi Cosies transportiert werden müssen und nicht einfach so. Denn man hat nicht das Recht, sich selbst zu gefährden und andere mit zu gefährden. Und das ist auch der Grund, wegen dieser ganzen Corona-Impfen-Diskussionen jetzt gerade. Nein, man hat nicht das Recht, andere zu gefährden und sich selbst zu gefährden, wenn man damit der Gemeinschaft schadet. So und das ist natürlich mit Essen genauso. Deswegen muss sich was ändern. Und ich denke ehrlich gesagt, dass die Grünenab September – ist ja nächsten Monat - dass die Grünen an der nächsten Regierung beteiligt sein werden. Und da ändert sich vermutlich, möglicherweise dann etwas. Denn ich glaube, dass das Landwirtschaftsministerium dann in GrünerHand sein wird. Denn das war es bei der letzten Regierung ja auch, als die Grünen beteiligt waren. Allerdings war Renate Künastnatürlich keinen Deut besser. Renate Künastwar der Grund, warum Barbara Rüttingbei den Grünenausgetreten ist. Denn Renate Künasthat auch auf den Tisch draufgehauen und gesagt: „Hauptsache, es schmeckt!“ Und dann ist Barbara Rüttingder V-Partei beigetreten. Aber das nur so am Rande.

Aber genau, wo ich gerade von Sucht sprach: mein Raus-aus der-Lustfalle-Esssucht-Programmstartet wieder am 4. September- das ist noch vor der nächsten Bundestagswahl- geht über die nächste Bundestagswahl hinaus. Und man kann es jetzt wieder buchen, noch bis Mittwoch, bis übermorgen, also. Wer mehr darüber erfahren will: es ist quasi dasselbe, was in meinem Buch ist, nur geleitet von mir mit anderen Teilnehmern zusammen. Durch mehr Motivation mit täglichen Webinaren, mitWhatsApp-Gruppe, wo man sich austauschen kann, usw.. Wer das Gefühl hat, er kann einfach nicht aufhören zu essen oder er ist übergewichtig oder er kriegt die Ratschläge seines Arztes nicht umgesetzt, um seinen Typ-2-Diabetes, hohen Cholesterinspiegel zu senken, für den ist das was: www.silke-rosenbusch.de/lustfalle

Kommen wir zu dem, was die Briten machen. Denn die Briten haben ja schon seit ein paar Jahren eine Steuer auf Softdrinks. Und das funktioniert ganz wunderbar. Das führt tatsächlich dazu, dass die Briten weiterhin so viel trinken, wie sie vorher getrunken haben, aber dass sie nicht mehr so viele Softdrinks trinken, sondern mehr Wasser. Und so soll das sein. Und so kam die Regierung dann wohl vor ungefähr zwei Jahren auf die Idee, mal einen unabhängigen Ernährungsbericht in Auftrag zu geben. Sie haben dazu dann in leitender Position einen Kochbuch-Autor und Unternehmer und Ernährungsexperten genommen. Keine Ahnung, warum sie den genommen haben, denn der ist ja nicht Ökotrophologe oder sonst irgendwas. Aber der muss auch nur das Exekutive machen. Also der ist benannt worden als Chef von einem Team, was herausfinden soll, wie müssen die Briten denn essen, damit sie gesund bleiben und damit wir den Planeten irgendwie möglichst schonen können. Und dieser Ernährungsbericht ist jetzt erschienen und jetzt muss die Regierung in den nächsten paar Monaten entscheiden: Was setzen wir davon um.

Also, das ist so ja, es gab einen nationalen Ernährungsreport, der jetzt erschienen ist - ich verlinke den unten drunter. Und hier heißt es, dass die momentan genutzten Lebensmittel und die Produktionswege fatalen Schäden für die Gesundheit und die Umwelt haben. Denn es führt zum Verlust der Biodiversität und steigert natürlich den Klimawandel. Und hier sagen die Experten, die das zusammengestellt haben, dass man bis 2030, um die Klimaschutzziele zu erreichen, wobei ja Großbritannien - weiß ich gar nicht… Sind die überhaupt noch da drin? Sind die im Pariser Klimaabkommen? Keine Ahnung. Bis 2030 müssen alle Briten, 30 % mehr Obst und Gemüse essen und den Konsum von gesättigtem Fett, Salz und Zucker um 25 % reduzieren und den Verzehr von Fleisch sogar um 30 % reduzieren.

Das ist natürlich krass. Gleichzeitig räumt auch hier dieser gute Mann ein, eine Fleischsteuer ist zu unpopulär oder sei zu unpopulär und deswegen stehe das außer Frage. Er empfiehlt aber wärmstens, eine Steuer auf Salz und Zucker durchzusetzen, damit man dahin kommt, dass diese Reduktion stattfindet. Finde ich eben wieder … Das ist wahrscheinlich jemand, der selber auch Fleisch konsumiert, daher findet er die Steuer auf Fleisch doof. Fleisch ist sowieso schon so teuer, Zucker ist billiger. Also, das ist alles schlimm. Und das deckt sich quasi mit dem, was ich in dem Video „easy CO2einsparen“. Genau. Also, es ist völlig klar, dass wir das alles reduzieren müssen. Und wenn wir es nur hinkriegen, es zu reduzieren, wenn wir eine Steuer dafür einführen, dann müssen wir eine Steuer dafür einführen. Was sollen wir sonst machen? Wie sollen wir die Leute sonst dazu kriegen, die Finger von einer Sucht zu lassen? Ich meine, es passiert beim Tabak. Beim Tabak geht die Zigaretten-Steuer immer, immer, immer weiter rauf. Als ich anfing zu rauchen vor 30 Jahren, da kostete eine Schachtel Marlboro4 DM, 2 Euro. Jetzt kostet sie vier Mal so viel. Das ist eine Stange Geld und da haben wir schon alle gesagt, „wenn die Schachtel Zigaretten von 4 auf 5 € rauf geht“ - oder, war es noch billiger und ging dann irgendwann von 3 auf 4 € und ich glaube, von 4 auf 5 € rauf, „dann müssen wir aufhören zu rauchen, weil wir das Geld nicht haben“. Da machen wir das. Ich verstehe nicht, wieso das nicht bei anderen ungesunden Sachen so ist? Weil, ich nehme an, Tabak kein Teil unserer deutschen Kultur ist, wie Bier z. B., das ist halt ein Kulturgut, obwohl haufenweise Leute an Alkoholismus sterben und da völlig klar ist, dass das süchtig macht. Aber das ist dann ja egal. Und ja man gefährdet damit auch andere. Wir hatten eine Patientin in meinem PJ in der Psychiatrie, die ist eingeliefert worden, weil sie betrunken Auto gefahren ist mit ihren beiden kleinen Kindern - also wirklich beides Kleinkinder oder ein Säugling sogar dabei. Und da ist natürlich auch aufgefallen, dass die eine Vorgeschichte hat, eine psychiatrische. Und so gefährdet man dann einerseits andere Leute, andere Verkehrsteilnehmer, aber eben auch seine Kinder. Und Leute, die mit ihren Kindern - keine Ahnung - in aller Regelmäßigkeit zu Mc Donald'sgehen, die machen das natürlich auch. Und so müssen die vielleicht dazu gezwungen werden, das Geld nicht zu haben, dass sie das so oft machen können. Das muss wieder was Seltenes sein, wie es früher war, wie es nach dem Krieg war, dass man Fleisch sonntags gegessen hat, nur sonntags. In der Zwischenzeit gab es Linseneintopf, Arme-Leute-Essen. Dieser Wohlstand bringt uns um. Und nicht nur uns, sondern auch unseren Planeten. Immer und immer wieder.

Wie gesagt, ich gehe davon aus, an der nächsten Regierung werden dieGrünenbeteiligt sein, in welcher Konstellation auch immer. Ich persönlich finde, alle Kanzlerkandidaten hochgradig suboptimal. Ich finde alle Konstellationen, die ich mir denken kann, suboptimal. Also es werden möglicherweise vier schreckliche Jahre werden, die sich gravierend unterscheiden. Wie gemütlich, dass wir diese 16 Jahren mit Merkelhatten, wo wir einfach wussten, was passiert, wo einfach Berechenbarkeit da war. Aber das Ernährungs-, bzw. das Landwirtschaftsministerium ging nie, ging unter der Regierung Merkelnie. War immer eine Katastrophe. Das könnten die Grünen tatsächlich, wahrscheinlich besser machen.

Also, das soll es gewesen sein. Warten wir mal ab. Wann kommt die Regierung dann ins Amt? Im Januar oder so? Januar oder Februar, wenn die im September gewählt werden? Mal gucken, was sich da tut.

Das war´s ich sag´ ciao. Bis Mittwoch zu „weiß ich noch nicht was“.

Eure Silke