Mehr Knochenbrüche bei Veganern!

Im Rahmen der EPIC-Oxford-Studie sind neue Erkenntnisse veröffentlicht worden und zwar erstmals welche, in denen gezeigt wurde, dass Veganer tatsächlich in einem Bereich einen Nachteil hatten: Bei Veganern kam es vermehrt zu Knochenbrüchen. Die EPIC-Oxford Studie war leider nicht in der Lage rauszufinden, warum das so. Sie vermuten, dass es damit zusammenhängen könnte, dass Veganer dünner sind und damit nicht von Speckpolstern abgefangen werden, wenn sie stürzen. Oder aber, dass sie weniger Muskeln haben, weil sie weniger Protein essen. - Einem Nährstoffmangel ist die Studie nicht nachgegangen. Weder die Knochendichte wurde gemessen, noch Vitamin D oder Östrogen als Parameter herangezogen um eine Erklärung zu finden.


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Transkript:

Hi und herzlich willkommen! Heute zu neuen Erkenntnissen der EPIC-Oxford Studie zu Veganern und Knochenbrüchen.Denn ich will euch ja nicht nur alles sagen was positiv ist an der veganen Ernährung, sondern, ichwill euch auch sagen, was gefährlich sein könnte, beziehungsweise worauf man achten muss. Und das ist jetzt eigentlich, also mir zumindest ist das nicht neu, weil ich letztes Jahr im Oktoberauf der VegMed war, also der Messe für vegetarische und vegane Medizin. Und da war der Leiterder EPIC-Oxford Studie auch da und hat einen Vortrag gehalten und hat dann quasi alles mal auf-gelistet, was die EPIC-Oxford Studie bisher so herausgefunden hat; alles was positiv ist an veganerund vegetarischer Ernährung aber dann auch die Sachen, die negativ sein können oder auffälligwaren. Und da hat er nämlich auch erwähnt, dass Veganer oft zu mehr Knochenbrüchen zu neigenscheinen. Keiner wusste zu dem Zeitpunkt, warum, oder auch aktuell weiß keiner warum. Aber diehaben die Ergebnisse jetzt veröffentlicht im BMC und Das Ärzteblatt hat diese Studie natürlich auf-gegriffen und darüber gesprochen und ich will sie euch mal vorstellen. Also die EPIC-Oxford Studie ist eine Studie, die zwischen 1993 und 2001 die Ernährung von, ichglaube es gibt unterschiedliche Arme der EPIC-Oxford Studie, und ich glaube hier geht es um Bri-ten tatsächlich. Die Probanden sind durch ihren Hausarzt in die Studie eingepflegt worden, insge-samt waren es 54.898 Erwachsene, die da mit drin waren. Und das ist halt eine Studie, bei der manverhältnismäßig viele Veganer miteingeschlossen hatte, so dass wir hier wirklich sehen können,was sind die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Ernährungsformen. Sei es vegan, vege-tarisch, pescetarisch oder omnivor. Und hier haben sich total oft für Veganer, positive Dinge abge-zeichnet. Aber wie gesagt, Knochenbrüche irgendwie nicht. Und ich stelle jetzt mal vor, was die ak-tuell veröffentlicht haben. Nämlich: Veganer scheinen ein um 30 % erhöhtes Risiko zu haben, sich irgendwas zu brechen. Be-sonders Hüftfrakturen waren da eingeschlossen. Und man weiß, wie gesagt, nicht genau, wieso.Teilweise denken die Forscher hier, es liegt daran, dass Veganer im Allgemeinen ein geringeresKörpergewicht haben, denn wer ein bisschen Speck am Körper hat, der fällt weicher und brichtsich dann vielleicht nicht unbedingt die Knochen, sondern holt sich einen Bluterguss oder sowas.Es könnte aber auch daran liegen, dass Veganer und Vegetarier weniger Protein zu sich nehmenund deswegen über weniger Muskelmasse verfügen und die Muskeln ja wieder hingehen und dieKnochen stabilisieren, und auch Stürze auffangen können. Da sind natürlich dann alle Leute unter-schiedlich. Es gibt vegane Kraftsportler, die massig Muskeln haben. Es gibt aber auch so vegane Hänflingeoder Ausdauersportler. So Leute wie der Fußballspieler, Thomas Müller. Wo alle immer sagen, derhat ja auch keine Muskeln. Ja, also wenn man einfach sehr, sehr schmal ist und keinen Kraftsporttreibt oder so, dass man dann eben auch Probleme hat. Es könnte natürlich auch sein, dass das Ganze am Calcium legt und mich wundert es ein bisschen,dass das nicht untersucht wurde, bzw. man sich da nicht näher mit auseinandergesetzt hat, wasdie Gründe sein können. Ich habe das Gefühl, sie machen sich nicht die Mühe. Also abschließendheißt es hier, die Gründe für das Risiko für Veganer, konnte die Studie nicht klären. Wir wissen ja, was dazu führt, dass Knochen schwächer, weicher oder poröser werden. Und dieseFaktoren könnte man bei Veganern ja mal untersuchen. Das heißt Knochendichtemessung, Vit-amin-D-Spiegel mal gucken, Östrogen oder sowas; je nachdem wie alt die Menschen sind, kannkann ja auch das ein Faktor sein. Okay, also Vegetarier hatten grundsätzlich, eigentlich sind die Da-ten scheiße. Eigentlich sind die Daten blöd, weil die alle einzelnen Faktoren, die man so habenkann, nochmal aufgezählt haben. Also sei es eine Hüftfraktur, sei es eine Rippenfraktur, sei es eineSchlüsselbeinfraktur und so weiter, hat man einzeln gerechnet. Und dabei hatten teilweise haltauch die Vegetarier ein erhöhtes Risiko. Aber alles in allem und alles raus gerechnet, waren die Ve-

getarier ohne erhöhtes Risiko, die Veganer aber mit einem 30 % erhöhtem Risiko. Und wie gesagt,die Gründe waren nicht klar, weil scheinbar kein Kliniker in dieser Studie drin war und sich malüberlegt hat „ja wollen wir dem mal nachgehen, was bei Veganern los ist“. Also, selbst wenn manvegan isst, muss man wie bei jeder Ernährungsweise eigentlich darauf achten, ob man ausgewo-gen isst und ob alles drin ist, was drin sein soll. Ich habe das letzte Woche Montag besprochen inder Studie mit den Kindern und auch die hatten zu schlechte Calciumwerte, hieß es da. Auch dieVeganer.Also wer keine Milchprodukte zu sich nimmt, der muss schon darauf achten, dass er ausreichendCalcium zu sich nimmt. Vielleicht nicht unbedingt so viel wie die Deutsche Gesellschaft für Ernäh-rung empfiehlt, nämlich 1000 mg, denn laut Studien reichen 650 mg zur Osteoporosepräventionaus. Aber wenn man nicht expliziert darauf achtet, dass man ausreichend Calcium isst, dannkommt man mit veganer Ernährung da auch nicht drauf. Und man kommt da vor allem nicht drauf,wenn man veganes Junk Food isst, die ganze Zeit. Also man muss auf grünes Blattgemüse achten,man muss auf Hülsenfrüchte achten und man muss auf Mineralwasser achten, welches ausrei-chend Calcium enthält oder viel Calcium enthält. Zum Beispiel, also wenn man in Köln wohnt, kannman Kölner Leitungswasser trinken. Aber auch Gerolsteiner ist ein Mineralwasser, was viel Calci-um enthält. Und davon muss man dann eben auch genug trinken. Wenn man nur so einen Litertrinkt am Tag, dann reicht das nicht. Dann kommt man nicht auf sein Calcium und dann kann mannatürlich auch vermehrt Knochenbrüche haben. Das Nächste ist Vitamin D, wo ich ja auch keingroßer Fan von bin, das in unendlich riesigen Mengen zu sich zu nehmen, also so hoch dosiertesVitamin D, und so. Weil es halt auch giftig sein kann, wenn man zu viel davon aufnimmt. Man soll-te aber auch nicht mit einem Vitamin-D-Mangel rumrennen, weil man den ganzen Tag im Bürohockt vor seinem Bildschirm und keine Sonne sieht. Dann muss man so Vitamin D auch substituie-ren. Und wo man dann nichts für kann, was einfach so ist, ist natürlich das dann im Alter, besondersbei Frauen, wo der Östrogenspiegel abfällt und Östrogen dafür sorgt, dass die Knochen aufgebautwerden. Da sollte man dann, wenn man in der Menopause ist, darauf achten, ausreichend Soja zuessen oder andere Phytoöstrogene und da auf seine Knochen aufzupassen. Das ist wichtig. Ich fin-de zwar immer noch, ich habe lieber einen Knochenbruch, als dass ich einen Herzinfarkt, einenSchlaganfall oder Darmkrebs habe, nichtsdestotrotz will ich das auch nicht unbedingt haben. Vorallem nicht, weil ich keine Chirurgen an mich ranlassen will. Andererseits fiel mir dann ein, ichhatte ja auch einen Knochenbruch. Also das fiel mir schon ein, als ich bei der Wettschmied war, imOktober. Denn ich habe mir ja hier am Fingergelenk einen klitzekleinen Bruch zugezogen. Undwährend ich in TrueNorth war, da hatte sich Dr. Goldhammers Frau beim Skifahren, glaube ich, dasBein gebrochen. Und dann habe ich gedacht, vielleicht treiben Veganer ja auch einfach mehrSport, besonders Risikosportarten, und brechen sich deswegen mehr. Das bespricht die EPIC-Ox-ford Studie hier nicht. Kann man aber vielleicht mit in Betracht ziehen. Denn häufig sind Veganer,also die sind entweder so oder so. Entweder essen sie Junk Food und es geht ihnen nur um die Tie-re oder sie sind die totalen Health-Nuts, Gesundheitsfreaks und so, die das dann auch noch irgend-wie mit Sport, übertreiben oder so. Und wenn man zu viel Sport macht und sich einen Ermüdungs-bruch zuzieht, während man für den Marathon trainiert - das aber falsch macht- dann da hat manhalt auch einen Bruch. Also man muss darauf aufpassen. Man muss auf seinen Calziumverzehr aufpassen, man muss auchauf seinen Vitamin-D-spiegel aufpassen. Man muss auch, um Osteoporose zu verhindern, Sportmachen, in Bewegung sein, aber auch nicht zu viel. Und man sollte vielleicht auch nicht nur Aus-dauersport machen, sondern auch ein bisschen Kraftsport, um dann auch ein bisschen Muskelmas-se aufzubauen. Ja. Ich hoffe mal darauf, dass sich jetzt in der Folge, irgendjemand die Mühe machen wird und maleine Knochendichtemessung bei Veganern machen wird. Denn das macht man ja nicht. Ich habe ja mal ein Praktikum, also eine Fermulatur auch in der Kinderendokrinologie gemacht, ander Uniklinik in Köln, und war da auch bei einer Knochendichtemessung dabei. Und das machtman halt erst wenn man den Verdacht hat, dass der Patient, der sich gerade etwas gebrochen hatund Vitamin-D-Mangel hat und alt ist, also in der Menopause ist, als Frau, dass man den Verdachthat, dass der Osteoporose hat. Und die Knochendichtemessung bestätigt dann quasi diese Ver-dachtsdiagnose. Bei Gesunden, sage ich mal 30 jährigen veganen Sportlern, die sich was brechen,macht keiner eine Knochendichtemessung. Daher wissen wir nicht, ob die vielleicht eine geringereKnochendichte haben. Zumindest habe ich noch nie irgendwo was davon gehört. Und ich würdedas bei mir ja auch nicht durchkriegen, jetzt eine Knochendichtemessung machen zu lassen, außerich zahle sie aus eigener Tasche, was ich nicht will. Ich zahle ja nicht mal meinen B-12-Spiegel auseigener Tasche, weil ich das nicht will. Ich achte lieber auf meine Erythrozytengröße. Ja. Jetzt wisst ihr Bescheid. Passt darauf auf, passt auf euer Calcium auf, als Veganer, und passt aufeuer Vitamin D auf, als Veganer. Denn Milchprodukte enthalten tatsächlich beides, Calcium undVitamin D. Aber sie haben auch Nachteile, denn es gab ja auch mal diese riesige Studie aus Schwe-den, aus Uppsala, die festgestellt haben, dass, je mehr Milchprodukte man isst, desto mehrKnochenbrüche hat man auch, und desto größer ist auch die Mortalität. Also scheinbar auch hierwieder die Dosis macht das Gift und natürlich macht es auch die Quelle, wo man seine Dosis rausbezieht. Sprich, ob es aus Pflanzen oder ob es aus tierischen Produkten ist. Das war’s. Ich sage Ciao! Bis Mittwoch!Weiß ich schon ein Thema? Nee. Eure Silke.Ach ja, und ich darf natürlich nicht vergessen nochmal zu sagen, dass mein „Raus aus der Lustfalle“Esssucht-Programm noch bis Mittwoch buchbar ist. Also mein Programm, um sich aus Esssucht, Überessen, emotionalem Essen, und so weiter, zu befreien.Man kann sich darüber schlau machen unter www.silke-rosenbusch.de/lustfalle.Das war’s.Ich sage Ciao! Bis Mittwoch! Eure Silke

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  1. Pingback: Omega 3-STUDIE: Erneut kein Schutz vor Herzinfarkten - Silke Rosenbusch

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