Wie Zucker den Darm ruiniert

Für dieses Video habe ich mich mal entschieden mehrere Sachverhalte, die alle mit Zucker zu tun haben, in ein Video zu packen. Zum einen die Darmgesundheit. Es stellt sich raus, dass nicht nur Fleisch das Darmkrebsrisiko erhöht, sondern zuckerhaltige Getränke ebenso. Also weder LowCarb noch LowFat sind hier automatische Antworten auf die Ernährungsprobleme in unserer Zivilisation. Außerdem steigern Süßgetränke auch das auftreten von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. - Demgegenüber steht, dass in Großbritanien die Zuckersteuer weiterhin ihre Wirkung zeigt. Die Briten kaufen weniger gezuckerte Getränke obwohl sie weiterhin die selbe Menge Getränke kaufen. Und unsere Ernährungsministerin weigert sich trotz permanentem Druck der Deutschen Diabetesgesellschaft etwas ähnliches auch hier in Deutschland einzuführen. Dafür wurde sie nun ein weiteres Mal kritisiert.


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Transkript:
Hi und herzlich willkommen!Heute mal ein zu ein paar schlechten Fakten über Zucker. Denn mich hat am Wochenende hat wieder ein Keto-Anhänger unter eins meiner Videos gepostet und mir versucht zu erzählen „Silke, Fleisch und Fett ist nicht ungesund. Was wirklich krank macht, ist Zucker!“ Und es ist immer diese Standardscheiße, die diese Leute erzählen. Weil jeder, der glaubt, es reiche entweder Fett oder Fleisch oder Zucker zu meiden - also entweder einfach nur Low Carb zu machen oder Low Fat zumachen - und das reiche aus und dann hat man automatisch eine gesunde Ernährung, der ist natürlich total auf dem Holzweg. Außer wenn man ein Raubtier ist, wenn man ein kleines Raubtier ist, dann kann man sich natürlich ketogen ernähren. Als Homo Sapiens nicht! Okay, ich dachte aber trotzdem, ich will mal ein bisschen Ausgleich schaffen. Hatte ich ja schon malgesagt: je weniger Corona, desto mehr Ernährungsstudien sind wieder im Ärzteblatt. Und in letzterZ eit kommen ein paar negative Sachen über Zucker im Ärzteblatt zur Publikation. Und die will ichheute mal besprechen: zum einen ist da nämlich die Sache mit dem Darmkrebs. Das Ärzteblatt hateine Studie verlinkt, bzw. besprochen, wo die Forscher der Auffassung sind, dass auch Zucker dazubeiträgt, dass man vermehrt Darmkrebs bekommt; also nicht nur tierische Produkte, bzw. Fleischoder Wurst, sondern eben auch Zucker. Wobei diese Studie, die die hier gemacht haben, nicht sowahnsinnig eindeutig ist, denn man hat hier auch wieder die Nurses ́ Health Study 2 zu Grundegelegt. Also das ist eine Studie, die an Krankenschwestern durchgeführt wurde und derenErnährungsgewohnheiten wurden halt ganz normal erhoben. Und so hat man dann gesehen, dass esfolgende Korrelation gibt. Dass, wenn man zwei oder mehr zuckerhaltige Getränke am Tagkonsumiert, das Darmkrebsrisiko für unter 50jährige regelrecht verdoppeln. Wenn man als Teenagerzwei oder mehr zuckerhaltige Getränke getrunken hat, dann verdreifachte sich das Risiko sogar. Undnormalerweise gehen die Präventionsuntersuchungen ab dem 55. Lebensjahr ungefähr los. Teilweiseauch ab dem 50. Je nachdem, ob man einen Hämokkulttest, macht man eine Darmspiegelung. Und da versucht man natürlich, erstmal die Polypen zu entdecken, die Vorläsion für Darmkrebs sind. Und die kann man dann auch wegschneiden und dann entartet da auch nichts. Allerdings, wenn man sowas entwickelt, bevor man 50 Jahre alt ist, dann kommt auch jegliche Vorsorgeuntersuchungen zuspät. Und deswegen ist das ein Problem. Allerdings räumen hier die Forscher auch ein, dass Frauen,bzw. Krankenschwestern, die viele Softdrinks konsumieren, i. d. R. auch weniger Sport gemacht haben, mehr Fleisch und Wurst gegessen haben, weniger Ballaststoffe gegessen haben, wenigerMultivitaminpräparate zu sich genommen haben. D. h. man kann hier nicht so ganz eindeutig sagen,ob es nicht auch noch andere Faktoren gibt, die da eine Rolle gespielt haben. Aber wahrscheinlich istes schon der Zucker. Denn man hat auch gesehen, dass, wenn Süßstoff konsumiert wurde - den ichauch in keinster Weise gut heißen will, der hat seine anderen Probleme - aber wenn Süßstoffkonsumiert wurde, blieb das Darmkrebsrisiko normal. Ja und somit trägt wahrscheinlich dann eben auch noch mal zusätzlich Zucker zur Entstehung vonDarmkrebs bei. Wobei wir haben jetzt die Gruppe Frauen, die sich halb... Es ist ja immer so, manreduziert das Risiko um die Hälfte, wenn man Zucker weglässt. Man reduziert das Risiko um die Hälfte, wenn man Fleisch und Wurst weglässt. Was kann man erst machen, wenn man beidesweglässt? Und ich habe das natürlich auch in meinem Buch besprochen. Denn schlussendlich ist dieErnährung, die ich empfehle, ja schon eine High-Carb-Ernährung. Aber eben eine High-Carb-Ernährung ohne Zucker! Wenn man mit pflanzlichen, vollwertigen Kohlenhydraten, die keinerleischlimme Auswirkungen haben. Das ist der Punkt. Okay, das war der Darmkrebs. Es gab auch eine neue Studie zu Zucker und Morbus Crohn, bzw. respektive Colitis Ulcerosa, wasbeides entzündliche Darmerkrankungen sind, wo wie die Schulmedizin keine Ursache hat, wo sieherkommen. Wo die Schulmedizin, außer Cortison, keine Therapiemöglichkeit hat oder andere Immunsuppressiva oder ggf. einfach rausschneiden, was entzündet ist. Das hängt davon ab, welche Krankheit man nun hat. Ja und da gab es eine neue Studie an Mäusen, die eine genetische Prädisposition hatten, für eine Colitis oder, wo man künstlich eine Colitis ausgelöst hat. Und zwar dasGanze in Kombination mit Zucker, also Folgendes: Mäuse hat man sieben Tage lang mitzehnprozentiger Zuckerlösung ernährt und denen dann eine Substanz verabreicht, die eine Colitisauslösen können. Und wenn diese Zuckerlösung gegeben wurde, passierte das. Wenn man vorher diese Zuckerlösung nicht gegeben hat, passierte das nicht. Dasselbe war bei genetisch vorbelasteten Mäusen, wenn die Gene hatten, die sie für eine Colitis Ulcerosa, bzw. eine Darmentzündungprädestinierten, dann brach die Krankheit auch aus im Falle, wenn Zucker gegeben wurde. Ist soähnlich wie bei Typ-2-Diabetes: es gibt eine genetische Komponente, aber wenn man sie durch diefalsche Ernährung nicht triggert, passiert auch nichts. Das ist das Schöne daran! Und ja, es lag in demFall daran, bei den Mäusen - also jetzt kann man wahrscheinlich nicht eins zu eins beim Menschenübertragen. Bei den Mäusen lag es daran, dass sich durch den Zucker die Darmflora verändert hat und dann bestimmte Bakterien überhandnahmen, die die Schleimproduktion des Darms behindert haben und es dann zu einer Entzündung des Darms kam. Therapie dagegen war in dem Fall auch eine Antibiotikagabe, die alle Darmbakterium platt macht und dann können auch die Bösen nichts tun,aber da macht man alle - auch die Guten – platt. Deswegen ist auch das wieder nicht die ultimativeLösung. Ja und gleichzeitig wurde ebenfalls im Ärzteblatt besprochen, dass die britische Zuckersteuer wirktund dass Julia Klöckners Ernährungsbericht komplett für den Arsch ist. Also darauf läuft das Ganzehinaus schlussendlich. Die Briten haben seit 2018 eine Zuckersteuer, eine Steuer auf Softdrinks,welche Zucker enthalten. Seit April 2018. Und jetzt hat man Ergebnisse nach zwei Jahrenausgewertet, die gezeigt haben, die Briten haben zwar immer noch genauso viele Getränke gekauft,aber sie haben alles in allem weniger Zucker gekauft. Also, ihren Durst haben sie immer noch gestillt,aber jetzt mit weniger Zucker. Und das ist eine gute Sache natürlich. Also ursprünglich ging die ganzeInitiative los mit Jamie Oliver tatsächlich, dem Fernsehkoch, der sich dafür stark gemacht hat, dereine Petition zusammengestellt hat. Weil er so prominent ist, hat er ganz viele Leute dazu gekriegt zuunterschreiben. Es geht vor allem um fettleibige Kinder. Es geht um Adipositas. Es geht um Typ-2-Diabetes und solche Sachen. Und diese Petition war so riesig, dass die Regierung darüber abstimmenmusste und irgendwie ist das Gesetz geworden und es wirkt tatsächlich. Unsere Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin hingegen, Julia Klöckner, weigert sich eine Zuckersteuer zu erheben, sondern setzt auf Selbstverantwortung - sowohl die der Industrie, als auch die des Konsumenten.Aber ihr wisst, wir haben es mit einer Droge zu tun, deswegen ist das schwer mit derSelbstverantwortung. Die Industrie hat mal sowieso keinen Bock, Zucker zu senken. Und so kam esdann jetzt kürzlich, dass die Deutsche AllianzNichtübertragbare Krankheiten diesenErnährungsbericht, wo Julia Klöckner sich selbst und ihr Ministerium in den höchsten Tönen lobt, ins Abgrundtiefe kritisiert hat. Also, ich weiß nicht, wie ihr das wahr nehmt. Ich nehme das so wahr: Alsozum einen finde ich, dass das Ernährungs- und das Landwirtschaftsministerium nicht in ein undderselben Hand sein darf, denn da ist ein Interessenkonflikt automatisch vorprogrammiert. Denn dasLandwirtschaftsministerium soll ja eigentlich dafür sorgen, dass genug Essen für die Bevölkerungproduziert wird für den Fall, dass irgendwie die Welt zusammenbricht – wie bei Corona oder so - dasswir nichts mehr importieren können, sondern uns selber versorgen können. Und dasErnährungsministerium sollte eigentlich dafür sorgen, dass wir uns gesund ernähren. Weil wir sind jaalle wohlgenährt. Wir sind aber fehlernährt und wir werden krank dadurch. Deswegen sollte dasErnährungsministerium übergehen ins Gesundheitsministerium, das Landwirtschaftsministeriumsollte ganz alleine dastehen. Denn so hat kein Landwirtschaftsminister überhaupt irgendeine Chance,nicht mit der mit der Industrie zu kungeln. Und das ist halt die Katastrophe. Also, das funktioniertnicht mit der Selbstentscheidung, sowohl des Konsumenten als auch der Hersteller. Denn das Zeugmacht süchtig. Und ja, nicht nur Zucker macht süchtig. Auch da ist es wieder maßlos naiv zu glauben, „wenn ichZucker aus meiner Ernährung rausschmeiße, habe ich meinen Suchtproblem gelöst“. Nee, es gibt haufenweise andere Substanzen in der Ernährung drin, die halt genauso süchtig machen. Unddeswegen ist das maßlos naiv zu glauben, wenn ich Zucker reduziere oder rausschmeiße, habe ichmeine Probleme gelöst. Und es ist auch maßlos naiv, Zucker, Haushaltszucker, raffinierten Zucker miteiner Kartoffel in einen Topf zu werfen oder mit einem Vollkornbrot, das ist einfach Irrsinn. Okay ich verlinke euch alles, alle Artikel des Ärzteblatts, die besprochen habe, hier unten drunter.Und wenn euch das Video gefallen hat, gebt mir Daumen hoch, wenn ihr keines meiner Videosverpassen wollt, abonniert mich. Ich sage Ciao, bis Mittwoch zu: „Zuckerreduktion in der Schwangerschaft führt dazu, dass manweniger Schmerzen bei der Geburt hat und dass das Kind pünktlich kommt.“ Schauen wir mal. Ciao!


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  1. Pingback: Mit niedrigem Insulinspiegel zu schmerzarmer pünktlicher Geburt: Die Louwen-Diät - Silke Rosenbusch

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