Erst Fasten, dann Ernährungsumstellung?

In der Fastenklinik True North in Kalifornien, wo ich vor 5 Jahren im Rahmen des Medizinstudiums mal ein Praktikum gemacht habe, geht der Ernährungsumstellung auf eine fettarme, vollwertige, pflanzlich und auch salz-, zucker- und ölfreie Ernährung immer ein mehrtägiges oder mehrwöchentliches Wasserfasten voraus. Das hat den Vorteil, dass man sehr schnell gesundheitliche Verbesserungen sieht, aber auch, dass die Ernährungsumstellung dem Patienten wesentlich leichter fällt. Deutsche Forscher konnten jetzt zeigen, dass ein Fasten vor der Ernährungsumstellung diese sogar noch effektiver macht, weil sich während des Fastens sowohl körperliche Parameter verändern als auch das Mikrobiom der Darmflora. Ihre Ergebnisse haben sie in der Zeitschrift "Nature" veröffentlicht.


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Transkript:
Willkommen!
Wir kommen heute zu einer Studie darüber, dass das True North alles richtig macht. Das True North, für alle Leute, die mich noch nicht seit fünf Jahren kennen, ist eine Fastenklinik in Kalifornien, inSanta Rosa - das ist etwa zwei Stunden nördlich von San Francisco. Da lebt auch Dr. McDougall, derdie High-Carb-Diät geschrieben hat, das Buch. Die Fastenklinik wird geleitet von Dr. Alan Goldhamer, einem Chiropraktiker, der die mit seiner Frau gemeinsam betreibt, bzw. auch sein bester Freund Dr. Douglas Lisle, ein Psychologe, ist da mit eingebunden und setzt essen in Kontext zur Psyche. Und warum erzähle ich das? Weil ich da vor fünf Jahren 2016 eine Famulatur gemacht habe. Das istein Praktikum als Arzt. Und was die machen in dieser Klinik ist: die Leute werden auf Wasser-fasten gesetzt, unterschiedlich lange Zeitspann. Je nachdem, was der entsprechende Arzt für angebrachthält. Die am längsten fastende Patientin, als ich da war, hat ihr Fastenbrechen, ich glaube, an Tag 42 gehabt. Und Standard ist eher so fünf Tage. Und nach dieser initialen Wasser-Fasten-Phase werdendie Patienten dann mit einer fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen und auch SOS-freien Ernährungkonfrontiert. SOS steht für „salt – oil - sugar“, also kein Öl, kein Salz, kein Zucker. Ja, und damit kriegtman ungefähr jede Zivilisationskrankheit in den Griff, wenn man das macht. Die haben es sogargeschafft, eine Fallstudie von einer Patientin mit einem follikulären Lymphomen, glaube ich war es, im British Medical Journal zu veröffentlichen. Also das ist ein verhältnismäßig gutartiger Krebs, derauf ungefähr gar nichts anspricht an Therapien. Und daher ist zumindest laut Wikipedia glaube ich, da habe ich das mal gelesen, dazu angeraten, dass man alles, was an Therapien möglichst machen kann, mal ausprobieren sollte. Und diese Patientin hat halt jegliche andere Therapie auch verweigert. Also so Sachen wie Chemotherapie, und hat sich dann im True North vorgestellt und gesagt: „Ich will das ausprobieren, ich will das Fasten und dann im Anschluss die Ernährungsumstellung.“ Und der Krebs hat sich dann tatsächlich zurückgebildet bei ihr. Okay, das ist jetzt ein Studie N=1, hat keine große Aussagekraft. Aber das sind das z. B. also, um mal ein bisschen zu sagen, was die da machen:natürlich auch Diabetes, Cholesterin, Übergewicht, Fettleber, das ganze Zeug. Darmdivertikel, alsoalles, worüber ich dauernd rede, all diese Krankheiten sprechen natürlich auch ganz wunderbardarauf an. Und man hat den Vorteil, wenn man halt eine ganze Woche gefastet hat, besonders wennman kein Wasser, also nur Wasser konsumiert hat, dass dieses Essen dann, obwohl es einem vorhergar nicht schmeckte, total lecker ist. Und worauf will ich eigentlich hinaus? Darauf, dass es in der Zeitschrift Nature jetzt eine Studie erschienen ist, die diese Herangehensweise des True North quasi bestätigte. Die Sache ist halt die für mich gewesen: Als ich dann aus Kalifornien wieder kam und mein Job in der Uniklinik wieder antrat, da hatte ich quasi irgendwie den Respekt vor der Schulmedizin in Bezug auf Zivilisationskrankheiten -wie genau diese Sachen halt – verloren. Weil, wenn man sieht, was da für Bomben-Resultate sind, inwas für unglaublich kurzer Zeit. Dann fragt man sich, warum überhaupt noch mit Forminverschrieben wird; also das ist das Hauptmedikament gegen Diabetes z. B. Warum es diese ganzenBlutdrucksenker gibt, warum es die ganzen Cholesterin-Senker gibt. Das ist ineffektiv, die Patientennehmen es eh nur zu 50 % - also nur 50 % der Fälle der Patienten nehmen ihre Medikamente. Und siesterben trotzdem schlussendlich an diesen Krankheiten und ihre Werte sind immer nicht gut, die sindbesser als vorher, aber gut sind sie auch nicht.Also kommen wir so Studie, publiziert in Nature, und es waren Wissenschaftler aus Deutschland, diedas gemacht haben, nämlich vom Max-Delbrück-Zentrum und von der Charité in Berlin. Und diehaben 71 Probanden genommen, die unter einem metabolischen Syndrom leiden. MetabolischesSyndrom ist, wenn man das alles hat: Bluthochdruck, gutes Cholesterin, schlechtes Cholesterin,Diabetes und Übergewicht. Also typische Krankheiten, die von zu viel Essen kommen oder vonEsssucht kommen, was ich in meinem Buch „Raus aus der Esslust-Falle“ auch genau beschreibe,warum es so schwer ist, damit aufzuhören. Denn wenn es leicht wäre, damit aufzuhören, dannmüssten diese Leute ja keine Medikamente bekommen. Also 71 Probanden mit metabolischemSyndrom wurden in zwei Gruppen aufgeteilt; die eine Gruppe musste fünf Tage fasten. Wobei hierleider nicht beschrieben wird, welche Form des Fastens, denn es gibt ja nicht nur Wasser-Fasten. Esgibt auch Saft-Fasten oder Saft-Brühe-Fasten oder Saft-Fasten nach Lützner, „Fastenwoche fürGesunde“ oder solche Sachen. Ja, und im Anschluss daran sollten die dann drei Monate lang dieDASH-Diät leben - DASH steht für dietery approaches to stop hypertension. Also diätetische Herangehensweise, um Bluthochdruck zu stoppen. Und die DASH -Diät ist auch wieder interessant,denn die besteht hauptsächlich aus Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Nüssen und Hülsenfrüchten.Aber man darf auch magere, tierische Produkte und magere Milchprodukte essen. Dr. Greger, also Dr.Michael Greger hat ein sehr schönes Video darüber, warum die DASH -Diät so ist, wie sie ist. Denn eigentlich weiß man wissenschaftlich, dass eine Tierprodukt-freie Ernährung, also wirklich nur Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse noch bessere Auswirkung hat auf den Blutdruck. Warum also hat der Erfinder der DASH-Diät immer noch tierische Produkte drin gehalten? Wusste der das nicht? Und die Tatsache ist die, leider, der wusste das, dass, wenn man tierische Produkteweglässt, noch einen besseren Effekt auf den Blutdruck erzeugen kann, aber auch der traute es den Patienten nicht zu, darauf zu verzichten. Deswegen ist das jetzt die Einschränkung, also man darf immer noch etwas tierische Produkte essen, gerne fettarm und Zucker und so ein Zeug soll man halten meiden. Das ist die DASH-Diät. Also schlussendlich ein fauler Kompromiss. Aber egal, immernoch besser als das was Otto-Normal-Verbraucher essen. So und dann hat man in der Folge gesehen, dass sich bei den Leuten, die vorher fünf Tage gefastet haben, die entzündungsfördernden T-Zellen gesenkt haben, die regulatorischen T-Zellen sich angehoben haben. Also das Immunsystem besser wurde durch diese fünf Tage fasten. Aber auch, dass sich das Mikrobiom verändert hat, also dieDarmflora, dass sich eher die Bakterien angesiedelt haben, die dann auch blutdrucksenkend wirken.Und irgendwie hat das dann bei den Patienten, die dann vorher gefastet haben, einen nachhaltigenEffekt gehabt. Denn dieses veränderte Mikrobiom und diese veränderte Immunsystem wurde durchdiese schon gesündere DASH-Diät dann nicht mehr ruiniert, was ja auch klar ist. Also, wenn man jetztvorher nur McDonald ́s gegessen hat und jetzt plötzlich anfängt mit der DASH-Diät und dann vielObst, Gemüse, Vollkorngetreide und Nüsse drin hat, dann hat man schon viel von dem drin, was sichpositiv auf das Mikrobiom, also auf die Darmflora, auswirkt. Und so war dann der BMI besser, bei denLeuten, die fünf Tage gefastet haben. Der Blutdruck war besser und der Bedarf an Medikamentenblieb dann auch dauerhaft niedriger.Ich glaube ja eigentlich, dass das True North hier so weit noch nie gedacht hat. Oder vielleicht doch.Also die sind tatsächlich auch sehr in Studien bewandert. Da sind auch nicht nur Chiropraktiker undPsychologen, sondern auch Mediziner, also Ärzte, die Medizin studiert haben, die da arbeiten. Aberich habe immer gedacht, der Nutzen des Fastens vor einer Ernährungsumstellung sei v. a., um mal soresetet zu sein. Wenn man fünf Tage lang eben gar nichts gegessen hat und dann das gesunde Essenwieder lecker schmeckt, ist ja schon viel gewonnen, man muss dann erst mal nur dabeibleiben. Und so ähnlich ist es mit meinem Raus-aus-der-Lustfalle-Programm ja auch. Außer, dass ich dann ebenkein Fasten mache, sondern ich mache einen Entzug. Ich mache einen Entzug von den Nahrungsmitteln, auf die wir normalerweise nicht verzichten können, weil wir ja süchtig danach sind,weil wir, wenn wir sie essen, craven wir sie auch, haben wir Gelüste darauf. Und wenn wir sie vierTage nicht gegessen haben, haben wir keine Gelüste mehr drauf. Und natürlich gilt das auch, wennwir fünf Tage Wasser gefastet haben oder so, dass wir keine Gelüste mehr haben. Und das war das, was ich mir vorher dachte, immer dass das der Hauptgrund ist, warum gefastet wird. Und natürlichauch nochmal zusätzlichen ein Kalorienverlust, also nicht Kalorienverlust sondern Kalorien einsparen,besser gesagt. Aber, ja, so echtes, richtiges Fasten fünf Tage - nicht Intervall-Fasten, echtes, richtiges Fasten - hathalt wirklich Auswirkung auf den Körper, auf die Biochemie, auf die Physiologie usw. und so fort.Aber auch hier, seht ihr, auf das Immunsystem und auch auf die Darmflora. Und das hat Intervall-Fasten einfach nicht. Und deswegen ist halt in meinen Augen Intervall-Fasten halt weiterhin Blödsinn.Es gibt immer Leute, die mir schreiben: „Aber ich fühle mich damit so wohl!“ Ja, mein Gott, mach das, aber das ist wahrscheinlich Placeboeffekt. Es gibt jedenfalls nichts, was irgendwie derartige Veränderung mit Intervall-Fasten in Verbindung bringt, sondern nur, ja, Gewichtsverlust - vielleicht.Und das dann auch nur, wenn man tatsächlich das Abendessen weglässt, also Dinner Cancelling macht und nicht das Frühstück schwänzt. Wenn man das Frühstück weglässt, dann ist das eigentlich noch schlechter, wenn man ein metabolisches Syndrom hat. Nun ja, ich fand es interessant, daherhabe ich dieses Thema hier besprochen.Also ich kann dieses Buch „Fastenwoche für Gesunde“ von Dr. Lützner, das es ja schon seit 30 Jahrenoder so auf dem Markt gibt, also ich habe es vor 30 Jahren schon gelesen und auch, als ich vor 30 Jahren mein erstes Heilfasten für Gesunde gemacht. Das ist, glaube ich immer noch auf dem Markt, und das ist eine gute Sache. Also, wer irgendwie auch gar nicht aus der Lustfalle raus kommt, der kann ja vielleicht einfach mal eine Fastenwoche machen. Wie gesagt, nur dann, wenn er gesund ist,nur dann, wenn er keine Medikamente nimmt. Alle, die Medikamente nehmen, die müssen leiderunter ärztlicher Aufsicht fasten. Nicht alleine. Das ist sonst zu gefährlich. Da können schlimme Sachenpassieren! Okay, das war's. Ich sage Ciao, bis Mittwoch, zu endlich “Project Three-Three-Three”, also “ProjectThree-Thirty Three”, besser gesagt. Ich habe noch nie erst im Juni eine Umstellung meinesKleiderschranks gemacht, es war so lange Scheißwetter. Ja, ich zeig euch meinen Sommerkleiderschrank, meine 33 Teile und auch die ganze Katastrophe, die Lilly mittlerweile schon hat, obwohl sie noch gar nicht auf der Welt ist. Das muss ich dezimieren, sobald ich weiß, was siewirklich braucht, denn ich will nur das nutzen, das sie wirklich braucht und nicht die ganzen Kram,den ich habe Okay, das war's, ich sage Ciao bis Mittwoch! Eure Silke

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