Alternativen zu Zucker // FRAG SILKE

Zucker ist ungesund. Warum das so ist haben wir kürzlich in einem anderen Video besprochen und geklärt. Wie viel man maximal essen darf, haben wir ebenfalls geklärt. Wie sieht es aber mit süßen Zuckeralternativen aús? Sind Trockenfrüchte besser? Was ist mit Vollrohrzucker oder Ahornsirup? Wie verhält es sich mit Erythrit und Stevia? Und macht Obst nicht auch Karies? - Antwort gibt's in diesem Video. Viel Spaß!


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Transkript:

Hi und herzlich willkommen!

nochmal bei Lilly und mir, die nicht in Ruhe auf dem Spielbogen liegen bleiben konnte, zum Thema „Zucker“. Denn es haben mich ja immer wieder Kommentare, bzw. Fragen ereilt nach diesem Zucker-Video. Und es ist immer faszinierend, wenn man ein Video über Zucker dreht, und dann sagt, es soll weniger davon gegessen werden. Da kommen extreme Reaktionen darauf. Jemand hat daruntergeschrieben: „Bitte sag mir, dass ich weiter Vollrohrzucker essen darf.“ Jemand anderer: „Aber was ist mit Ahornsirup? Das kann doch nicht auch so sein.“

Also das bezieht sich wirklich auf alle Zuckerarten, was ich gesagt habe. All diese raffinierten Zuckersorten wie Ahornsirup, wie Agavendicksaft, wie Vollrohrzucker, auch Kokosblütenzucker zählt dazu. Auch Zuckerrübensirup schlussendlich. Das Einzige, was ein bisschen besser einzuordnen ist, ist da tatsächlich Kokosblütenzucker, der auch zugunsten von Glucoseaufgebaut ist – molekular - , als auch der Reissirup, der ebenfalls Glukose enthält in erster Linie. Ich würde sagen, von denen kann man ein bisschen mehr essen als von normalem Zucker. Vielleicht ein Drittel mehr oder so. Vielleicht anderthalbmal so viel, in Anbetracht dessen, dass ja das Problem ist, dass Fruktose und Glukose im Haushaltszucker in der Saccharose im 1:1-Verhältnis sind. Es wäre vielleicht ganz gut, wenn da auch ein 1:3- oder 1:4-Verhältnis wäre oder so was ist.

Naja, jedenfalls hat mich auch eine Frage ereilt von der lieben Judith, die fragt: „Was ist mit Trockenobst? Auch sehr schädlich oder- da sind ja auch größere Mengen Fructose drin!?“ Und dann schreibt sie, warte: „Ich backe zurzeit für meine größeren Kinder mit Erythrit statt Zucker - ist das besser als Zucker im Endeffekt? Was ist mit Stevia- geht das auch zum Süssen? […] Für die kleineren backe ich mit Banane, das reich denen noch- nur irgendwann wird das dann langweilig“. Ja, das ist ja so: Muttermilch ist ziemlich süß. Also was heißt ziemlich? Muttermilch ist süß. Und Muttermilch ist auch fetthaltig und deswegen stehen wir genau auf diese Mengen, diese Sachen, die aus Zucker und Fett bestehen. Außer dass es die in der Natur eben nicht gibt, außer quasi in Muttermilch. Und das ist eigentlich auch das Süßlevel, das wir maximal praktizieren sollten vielleicht. Und ich finde - wobei das ist jetzt nur mein Geschmack und meine Erinnerung - Muttermilch hatte ungefähr eine Süße wie ein Hefebrötchenoder ein Milchbrötchen oder sowas. Also schon, dass man sagt, das ist süß, aber eben nicht, dass man sagt, das ist so süß wie Kuchen oder so, sondern halt ein bisschen drunter. Und das Level sollten wir vielleicht im Idealfall nicht überschreiten. Wir tun's aber trotzdem immer

Und Trockenobst: auch da ist es natürlich so, je nachdem, welche Obstsorte man da wählt, hat man mehr Glukose als Fruktose. Da gibt es Tabellen im Internet, wo man genau nachgucken kann, wie das Verhältnis ist, bei, sagen wir Rosinen oder getrockneten Bananen u. s. w. Bananen sind immer noch ein bisschen günstiger. Kernobst ist immer blöd mit Fruktose, also Apfel, Birne so was. Also, wie gesagt, das kann man nachgucken. Das Problem bei Trockenobst ist, finde ich, ist einerseits nicht ganz so schlimm wie bei Zucker, andererseits klebt Trockenobst wie bekloppt an den Zähnen und ist dann eigentlich vielleicht sogar noch schlimmer als Zucker.

Meine Zahnärztin hat irgendwann zu mir gesagt: „Sie essen nicht viel Zucker, oder!?“ Ich so: „Naja, es geht, ich esse schon eine Menge Trockenobst. Und dann sagte sie - also das war in meiner Rohkost-Zeit - „Ja, aber das ist nicht so aggressiv wie Zucker.“ Also das ist jetzt auch nur eine Aussage, die ich habe. Judith hat in unserer Konversation unter diesem Kommentar geschrieben, dass ihr Zahnarzt ihr auch davon abgeraten hätte, den Kindern zu viel Obst zu geben oder mehrmals am Tag Obst zu geben - auch das sei ja süß und schlecht für die Zähne. Da habe ich gesagt, also ich hätte jetzt gerne wirklich mal eine Studie, die zeigt, dass die meisten Kinder ihre Karies vor zu viel Obst haben. Und ich glaube, so etwas gibt es nicht.

Naja, aber kommen wir zurück: Trockenobst ist besser, würde ich, weil es Ballaststoffen enthält, dann vielleicht auch zum Backen verwenden. Ich habe tatsächlich auch so ein Freebie, was man sich herunterladen kann: zuckerfreie Süßkram-Rezepte, die sind alle mit Trockenobst gesüßt. Auch das, natürlich schlussendlich nicht übertreiben. Aber, wenn man Trockenobst verwendet, bleibt man weiterhin in den Regeln der WHOfür den Zuckerverzehr. Also es geht da wirklich um dieses Zuckermolekül, die Saccharose, was halt drin ist in diesem ganzen isolierten Zuckern, nicht in Obst oder Trockenobst.

Und dann schreibt Judith hier natürlich weiter: „Wie ist es mit Erythrit und Stevia und diesem Zeug?“ Auch das zählt natürlich nicht zu dem Zuckerverzehr, den die WHOempfiehlt. Was die WHOschlussendlich wirklich empfiehlt, ist 5 % der Kalorien maximal aus raffiniertem Zucker. Das sind z. B. am Tag zwei Kekse Prinzenrolle. Da fällt mir ein, ich mache übrigens keine Schleichwerbung.

Wir hatten letztes in der Raus-aus-der-Lustfalle-Kurs eine Anmerkung von jemanden, die schrieb, die Veganz-Prinzenrollehat ja mehr Kalorien als die normale Prinzenrolle.Und das zum Thema, dass vegane Produkte eben häufig nicht gesundheitlich besser sind als die herkömmlichen Produkte. In Anbetracht dessen, dass man sowieso nur zwei Kekse essen darf, ist es aber völlig egal, ob man die normale Prinzenrolleisst oder die Veganz-Prinzenrolle.Die Veganz-Prinzenrolleist vielleicht ethischen ein bisschen korrekter, obwohl die Palmöl enthält.

Naja, ok, kommen zu Stevia und Erythrit: da wissen wir nicht, was die Langzeitfolgen sind, einfach. Also, keine Ahnung, ich weiß nicht, ob ich das Kindern dauernd geben würde. Besonders das Stevia, was dann halt dieses weiße, extrahierte Zeug ist, was 300-mal so süß ist wie Zucker. Ich habe ja zu Hause, habt ihr in einem meiner was-ich-esse-Videos gesehen, diese Stevia Blätter, die ich gelegentlich dann eben in meine Haferflocken mit rein rühre. Ich habe die schon seit zehn Jahren und die sind getrocknet und die halten sich ja auch, aber vielleicht sollte ich sie auch irgendwann mal aufbrauchen. Daher dachte ich, tu ich die jetzt mal in meine Haferflocken rein. Und beim Erythrit ist es genauso. Wobei das ja auch häufig in einer Kombination mit Stevia daherkommt. Man bleibt innerhalb der WHO-Regeln, wenn man das zusätzlich verwendet, aber man weiß nicht, was das für Langzeitwirkungen hat. Und natürlich heißt es auch, dass Erythrit eben auch vor Karies schützt. So ist man da vielleicht bei Kindern besser dran. Wie gesagt: bei anderen Langzeitwirkungen: keine Ahnung.

Wir hatten das bei den anderen Süßstoffen, wo dann irgendwann nach 30 Jahren kam: okay, vielleicht sind die krebserregend. Was ist mit Aspartam? Weiß man hier auch nicht.

Und so würde ich als Konsequenz sagen, okay, das, was die WHOempfiehlt, ist eben die und die Menge Zucker, was ich in dem Video. Ich verlinke es euch nochmal hier. Wie ich eben erwähnt habe: man kann, wenn man unbedingt mehr Süßes essen will, das mit diesen Sachen anreichern. Sowohl mit Trockenobst als auch mit Stevia als auch mit Erythrit. Und man kann ggf. auch ein bisschen mehr Süßkram essen mit Kokosblütenzucker oder Reissirup gesüßt. Ich finde, Obst kann man unendlich essen - eigentlich. Ich empfehle auch nicht mehr als drei bis fünf Portionen Obst am Tag.

So bleibt man dann im Rahmen. Aber, aber, aber, aber diese ganzen Ersatz-süß-Sachen wirken alle genauso wie Zucker auf das Belohnungssystem. Und wer sich dann über Stevia erstmal eine mega-bombastisch-starke Süße angewöhnt hat, der gelüstet auch immer nach dieser Menge Süß. Okay, jetzt kann es sein, dass er die auch weiter mit Stevia befriedigt. Aber was, wenn Stevia mal nicht in der Nähe ist, aber irgendwo Torte bekommt oder sowas?

Ich habe ja eine Kursteilnehmerin, die aus der Zuckersucht raus wollte, weil sie auf der Arbeit, obwohl sie vegan war, dann dauernd und unvegane Süßigkeiten gegessen hatte. Also es war für sie die Lösung, sich Zucker abzugewöhnen wirklich komplett, um dieses Problem nicht mehr zu haben. Und das kann tatsächlich hilfreich sein, wenn man einfach seinen süßen Zahn nicht so ausgeprägt. Sprich, wenn man wirklich dann beim Süßen mit Trockenfrüchten, Obst und vielleicht grünen Stevia bleibt. Denn für gelegentliches Backen kann man dann auch mit Zucker backen, wenn das eben nicht zu oft passiert. Mal an einem Tag zu viel Zucker essen ist ja kein Thema. Wenn das dauernd passiert, dann ist das ein Problem.

Gut, ich hoffe damit habe ich die Frage beantwortet. Also streut das! Streut eure Süße über den Tag. Aber macht euch nichts vor, wenn ihr weiterhin Süßgelüste habt, habt ihr ein Problem. Und deswegen bin ich so ein Fan von Obst, denn Obst hat ungefähr, vielleicht ein bisschen mehr Süß-Level als Muttermilch. Und wenn man an Obst gewöhnt ist, dann ist alles andere für einen direkt so „boa war das süß“. Ich war letztens bei Starbucksmit einer Freundin hat, habe einen Soja-Latte-Macchiato bestellt, einen entkoffeinierten und der war jetzt genauso süß wie der in Kalifornien immer. Nämlich fünf Mal so süß wird der früher in Deutschland war. Ich weiß nicht, was die da gemacht haben. Aber das schmeckt wie ein Softdrink bei Starbucks. Der Soja-Milchkaffee. Krass! In Deutschland.

Okay das soll es gewesen sein. Ich sage Ciao! Bis Donnerstag.

Ich hoffe das Video hat euch gefallen. Wenn ja, gebt mir ein Daumen hoch. Wenn ihr keines meiner Videos verpassen wollt, abonniert mich.

Eure Silke und Engelchen

Ciao!




1 Comment

  1. Pingback: Kann man Gemüsefrühstück auch nach den Haferflocken essen? // FRAG SILKE - Silke Rosenbusch

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