5 Schritte das Belohnungssystem zu reparieren // ESSSUCHT

Das Belohnungssystem im Hirn kann aus vielerlei Gründen aus der Balance gebracht werden und dann sowohl zu Süchten führen aber auch zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie. Es ins Gleichgewicht bringen, um nicht nur eine Esssucht zu therapieren, sondern auch positiven Einfluss auf andere Süchte zu nehmen kann man mit den 5 Schritten, die ich in diesem Video darlege.


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Transkript:
Hi und herzlich willkommen!
Heute zum Thema Esssucht, Therapiemethoden von Esssucht, Stabilisierungsmethoden des
Belohnungssystems und eine Frage zu Neurotransmittern, die mich letzte Nacht über Insta ereilt hat. Und
zwar heißt es hier: „Kennst du dich mit Neurotransmittern aus? Habe gerade über Dopamin und Serotonin
im Zusammenhang mit L-Tryptophan gelesen. Und habe dann darüber nachgedacht, ob meine Fressanfälle
auch durch einen Mangel an den richtigen Hormonen kommen könnten. Natürlich auch von Zucker und
Fettsucht. Und natürlich auch von allen psychischen Problemen, die aber ja dann letztendlich mit den
Neurotransmittern in Verbindung stehen. Oder? Kannst du darüber mal ein Video machen?“
Also ja, das ist natürlich genau so. Die Frage ist da nur: was ist Henne, was ist Ei? Ich gringe immer so, wenn
ich höre “Glückshormone”. Das sind keine Hormone. Das sind Neurotransmitter. Da muss ich als Mediziner
leider spitzfindig werden. Ich habe kürzlich auch ein Buch gelesen. Also es ging eben auch zum Thema
“Sparen und Frugalismus”. Wo jemand auch schrieb „das sind die sogenannten Glückshormone, die dann
ausgeschüttet werden“. Das sind keine Hormone und das ist auch nicht alles Glück.
Also das ist natürlich so, dass zuallererst die Imbalance im Belohnungssystem vorliegt. Serotonin bei
Depressionen. Dopaminprobleme bei Psychosen, in erster Linie. Da ist das Dopamin zu hoch. Bei den
Depressionen ist das Serotonin zu niedrig. Aber Dopamin muss natürlich auch in normalen Mengen
ausreichend vorhanden sein, damit wir überhaupt Freude empfinden. Dopamin äußert sich in Form von
Kick, in Form von Motivation, in Form von “ich krieg den Arsch hoch und hab Lust, Sachen zu machen.” Und
Serotonin äußert sich eher in Form von Zufriedenheit. Beide Belohnungsbotenstoffe reagieren auf das, was
wir essen. Ich habe es in dem Depression - Video letzte Woche schon gesagt. Es gibt da die typische
Variante von Depressionen und die atypische Variante. Die atypische Variante ist so, dass man verstärkten
Appetit hat und seinen Alltag noch auf die Reihe bekommt. Und das bekommt man dadurch, dass man
eben versucht, seine Depression mit Essen selber zu heilen. Und da dann eben vor allem Zucker und Fett,
beziehungsweise hochkalorische Nahrungsmittel, die hochgradig auf das Belohnungssystem wirken. Wenn
man sein Belohnungssystem dann an diese quasi zu hohe Menge Belohnungsbotenstoffe gewöhnt, reagiert
es auch extremer darauf, wenn diese wieder abfallen. Daher ist es wesentlich zuträglicher und auch für die
dauerhafte Zufriedenheit besser, wenn wir hier ein Gleichgewicht haben.
Und da komme ich dann zu den fünf Sachen, die man machen muss, um seine Esssucht zu heilen. Vier
davon überhaupt, um sein Belohnungssystem zu stabilisieren. Das sind auch alles Sachen, die wir im „Raus
aus der Lustfalle“ - Programm machen, was ich sowohl in meinem Buch „Raus aus der Esslustfalle“ schildere
als auch in meinem Kurs - der zum 1. Januar wieder startet und Ende November/Anfang Dezember wieder
in den Verkauf geht. Das heißt, man kann sich wieder anmelden und - unter meiner Leitung dann - das
Raus aus der Lustfalle“ - Programm machen.
Also hier ist das Erste, was gemacht wird, auf jeden Fall Frühstück. 500g Gemüse zum Frühstück. Als
allererstes. Mir ist es egal, ob ihr das Frühstück um acht Uhr morgens esst oder um 15 Uhr nachmittags.
Funktioniert in beiden Fällen. Also wer unbedingt intermittierend fasten will, der kann das machen. Auch
wenn ich das nicht gutheiße. Aber es schadet nichts zur Reparatur des Belohnungssystems. Nicht wirklich.
Das hat mehrere Effekte. Zum einen ist der Magen voll. Zum anderen reagiert der Magen, da sind
Nährstoffe drin. Zum letzten haben wir viel Eiweiß im Gemüse, was L-Tryptophan liefert, zum Beispiel. Eine
Aminosäure, die der Vorläufer von Serotonin ist und damit für Zufriedenheit sorgt. Und das geht im
gesamten Programm dann eben auch weiter. Grundsätzlich ist es mir lieber, wenn morgens, mittags,
abends gegessen wird. Oder in regelmäßigen Abständen, so dass man regelmäßig auch Essen gegessen hat,
dass man satt bleibt, dauerhaft. Denn wer jetzt bis 15 Uhr nachmittags überhaupt nichts isst, der kommt
vielleicht auf die Idee, vormittags zu irgendeinem Scheiß zu greifen. Oder rasenden Heißhunger zu
entwickeln. Und dann, wenn auf der Arbeit Schokolade rum steht oder wenn jemand Geburtstag hatte und
Kuchen mitbringt, dass man dann dazu greift. Das ist nicht förderlich. Wer satt ist, hat eher weniger Binge
Anfälle beziehungsweise gar nicht.
Schritt Nummer zwei und drei ist das Weglassen von Zucker und Fett. Also beziehungsweise das
gravierende Reduzieren dessen. Normalerweise können Esssüchtige das nicht. Daher kommt dann dasGemüse-Frühstück ins Spiel, was das Ganze erleichtert. Und es kommt auch ins Spiel, dass ich explizit sage:
es dauert nur vier Tage, bis die Gelüste weg sind. Echt, sie sind nach vier Tagen weg. Es lohnt sich, sich da
einfach mal am Riemen zu reißen und das durchzuziehen. Also man braucht wirklich nur vier Tage Disziplin
üben, danach ist das weg. Der Vorteil davon - wenn man es geschafft hat, das wegzulassen - ist dann die
Auswirkungen auf das Belohnungssystem. Sprich: wir haben nicht mehr die mega hohe Ausschüttung von
Dopamin und Serotonin, sondern normale Ausschüttung. In der Zwischenzeit sind dann aber auch schon
Schritte vier und fünf passiert, zu denen ich gleich noch komme. Das Belohnungssystem funktioniert wieder
optimaler und dann hat man auch diese Stimmungsschwankungen nicht mehr. In der Regel hat man in den
ersten vier Tagen auch so latente Depressionen oder depressive Verstimmung aufgrund dessen. Man hat
man vielleicht keinen Bock, irgendwas zu tun. Man kriegt seinen Arsch nicht hoch. Man schläft mehr. Man
weiß nicht so richtig, warum man das denn überhaupt tut. Aber dann, nach vier, fünf Tagen, weiß man
genau, warum man es tut. Weil sich dann alles aufklart. Da lichtet sich ein schwarzer Schleier, quasi, vom
Gemüt. Man erkennt wieder, wie schön das Alles ist und wie gut man sich fühlt. Und dass das alles viel
besser ist, als was man vorher gemacht hat. Daher Schritt zwei und drei: kein Zucker. Nur noch vollwertige
Kohlenhydrate und kein zusätzliches Fett. Keine zusätzlichen Nüsse. Außer einer Paranuss - die ich ja in
meinem „Raus aus der Lustfalle“ - Programm erlaube. Und ein Teelöffel Leinsamen, weil die essentielle
Nährstoffe liefern. Also die Paranuss das Selen und der Leinsamen das Omega 3. Es kann auch Chia sein.
Also das sind Schritt zwei oder drei. Damit holen wir diese Spitzen des Belohnungssystems runter.
Und dann kommt Schritt vier oder fünf. Die die Lieferung der Belohnungsbotenstoffe, quasi, optimieren.
Schritt Nummer vier ist vollwertige Kohlenhydrate. Das habe ich schon in dem “Kartoffel” - Video
besprochen, “Kartoffel gegen Depressionen”, letzte Woche. Vollwertige Kohlenhydrate werden langsamer
vom Körper aufgenommen. Und haben damit den Vorteil, dass sie auch langsamer Insulin ausschütten.
Langsamer und regelmäßiger. Das Insulin ist dafür da, die Aminosäuren, aus denen die
Belohnungsbotenstoffe synthetisiert werden, über die Blut-Hirn-Schranke zu bringen. Also das L-
Tryptophan, hier in dem Moment auch wieder. Wer in dem Moment, wo er L - Tryptophan eingenommen
hat, Zucker isst - wer sowas macht: das einzunehmen und dann Zucker essen, dann hat man diesen riesen
Insulin Spike, dann kommt direkt alles Tryptophan auf einen Schlag über die Blut-Hirn-Schranke. Das
Belohnungssystem macht auf einen Schlag daraus Serotonin und man hat eine halbe Stunde Zufriedenheit
und Glück. Und danach - wusch - geht es wieder runter und das wollen wir nicht. Wir wollen regelmäßig
Tryptophan und Tyrosin für Dopamin-Synthese da haben. Und wir wollen regelmäßig die
Insulinausschüttung haben. Und das wird durch vollwertige Kohlenhydrate gewährleistet.
Punkt fünf ist dann natürlich die ausreichende Bereitstellung von den Vorläufern der
Belohnungsbotenstoffe. Also von Tryptophan und Tyrosin. Das Zeug sind Aminosäuren und Aminosäuren
sind Eiweiß. Daher wird im „Raus aus der Lustfalle“ - Programm und auch zur Reparatur des
Belohnungssystems ausreichend Eiweiß gegessen. 1g pro kg Körpergewicht ist das Minimum. Meinetwegen
auch mehr. Nicht mehr als 2g pro kg Körpergewicht. Auch hier eher aus vollwertigen Eiweißsorten. Dieses
ganze Verarbeitete und Isolierte, das macht es uns eigentlich immer so schwer, dass unser Körper dann
nicht mehr adäquat drauf reagieren kann. Denn Sättigung kommt ja zum einen durch das
Belohnungssystem. Zum anderen aber, wie gesagt, auch durch die Rezeptoren im Magen. Auch im Darm.
Da werden die unterschiedlichsten Botenstoffe und auch Hormone und Neurotransmitter ausgeschüttet,
die dem Hirn, an anderer Stelle, signalisieren, dass genug da ist. Aber eben auch über diese Belohnung. In
der Regel haben wir von Magendehnung und Nährstoffdichte zu wenig, verglichen mit dem, was unser
Belohnungssystem noch fordert. Weil wir so hochkalorische Nahrung gewöhnt sind. Und dann macht es uns
Probleme. Und dann fasten wir. Und je mehr wir fasten, beziehungsweise Diät halten, kriegen wir wieder
Appetit auf andere Sachen. Und so ist das. Also. Gemüse-Frühstück, Zucker und Fett weglassen, Eiweiß
essen und vollwertige Kohlenhydrate essen. So repariert man sein Belohnungssystem. Die letzten vier
gelten für alle Süchte. Wie Kathleen DesMaisons ja auch gezeigt hat: das hilft auch, wenn man von Alkohol
oder Nikotin oder sonstwas abhängig ist.
So und ich muss jetzt Schluss machen. Ich hoffe das Video hat euch gefallen. Näheres dazu gibt es auch
nochmal in meinem Webinar. Das findet statt, nächste Woche Donnerstag um 19 Uhr. Zum Thema „Hilfe
ich kann nicht aufhören. Esssucht und emotionales Essen verstehen und überwinden“. Es ist kostenlos. Es istlive. Außer, dass es sein kann, dass ich aufgrund des Kindes da einen Teil eines Videos abspiele, des
Vortrags, den ich ja schon mal gehalten habe. So dass ich da nicht so viel Risiko habe, mit Unruhe.
Gut. Das war es. Ich sage Ciao. Bis Donnerstag.
Macht’s gut.
Eure Silke


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